3. Lauf zur Super-Langdistanz-Wertung: 400km – 3800hm durch die Oberpfalz und die fränkische Schweiz.

 

 

 

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Fast ein Heimspiel ist dieser 3.Lauf zur Super Randonneure Wertung! Das wird das erste mal in dieser Wertung sein das ich in Begleitung einer kompletten Nacht sein werde da der Startzeitpunkt 20 Uhr sein wird.Wie immer geht es für das Team Bike Center Kronach in die Wertung. Also werde ich nach 60 min in der Nacht Richtung Oberpfalz und deren Discoraser sein. Es ist für mich immer ein ungutes Gefühl zu wissen das nachts von hinten jemand mit dem PKW kommt der nicht gerade langsam, oder sturz besoffen unterwegs ist. Da haben schon die Warnweste und mehrere Rücklichter die Abschreckung verloren vom Gas zu gehen. Ich werde versuchen in der Nacht möglichst nicht alleine unterwegs zu sein, denn mehrere rote Rücklichter geben doch etwas mehr Sicherheit.

164, IQ-X, schwarz, schraeg

Meine Sonne bei den extremen Nacheinsätzen von meinem Sponsor Busch&Müller: U.a.der 100Lux IQ-X Nabendynamo Scheinwerfer mit Großflächen-Lichtfeld,Tagfahrlicht,Nahfeld-Ausleuchtung und Sensor-Automatic die automatisch in den Nachmodus wechselt und umgekehr ohne selbst aktiv zu werden. Fernlicht eines Autos? HAHAHA!!

Die Streckenvorstellung:

Diese Strecke ist für mich die unangenehmste und schwierigste obwohl die Königsstrecke über 600km am 26.5. noch bevorsteht. Warum? Ich kann hier einfach nicht so unterwegs sein wie ich das gerne tue. Meine Herzfrequenz ständig im Blick zu haben um einen Stricht zu fahren was heißt-große Schwankungen der Hf. zu vermeiden die dann enorm am Fettstoffwechsel zehren. Es geht ständig auf und ab und das meist nicht so schonend. Bei Nacht sieht man nicht so viel von seiner Kommandozentrale Bikecockpit!! In der Oberpfalz ist es sehr kalt um die 3-4°+ in der Nacht und du weißt einfach nicht welche Kleidung die richtige ist da es am morgen in der fränkischen Schweiz schon warm wird, und du schwitzt und tropfst wie ein vollbeladener Kieslaster.Der Nebel hat hier meistens auch noch ein Wort mitzureden. Auf den ersten 250km ( ca.10-11h) ist keinerlei Verpflegung möglich und da heißt es haushalten mit den Kalorien bevor dir das Licht ausgeht.Das brutalste Stück ist die Ludwigshöhe bei Weißenburg 10km vor dem Ziel wo man gegen eine Mauer kämpft die nicht aufzuhören scheint. 390km in den Beinen die brennen wie ein alljährliches Feuer in Kalifornien, und die Lungen laufen heiß als ob du einen Motor ohne Öl Vollgas abverlangst. Letztes Jahr war ich hier richtig kaputt als ich endlich oben war und genoss mehr oder weniger die anschließende Bergab.- und Flachstrecke der letzten 10km. Aber auch die Mauer vorher schon bei Pretzfeld in der fränkischen Schweiz nach 230km hat es gehörig in sich weil man da eventuell noch in der Nacht einfährt. Ich werde da wohl etwas langsamer fahren um diesen Blindflug hier zu vermeiden, denn nichts ist grausamer als bei Nacht eine gewaltige Steigung fahren zu müssen ohne das man das virtuell sehen kann.

 

 

 

Als noch nicht das Navi bei Bikes Einzug hielt mußte man mit der konfenzionellen Methode navigieren. So machen es nur noch sehr wenige was sehr zeitraubend ist. Die Streckenführung schwarz auf weiß muß so immer im Blick sein.

So dann drückt mir fest die Daumen damit ich auch diesen Wertungslauf gut durchstehe.

Mein nächster Blog wird nach diesem Lauf erscheinen und ich werde euch bestimmt über diese 400km Tortur einiges erzählen können.

Mit den besten Grüßen

Michael

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Brandaktuell: Mein 13. Sponsor auf den ich sehr Stolz bin und der kurzfristig noch zusagte! SPONSOR SPORTFOOD!!!

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Warum habe ich mich für diesen SportFood Hersteller entscheiden?

Gerade für meine Zwecke im Ultra.-und Extremradsport brauche ich Sportfood Produkte die 1. uneingeschränkt verträglich sind und ultralange Leistung durch ihre Zusammensetzung an mich abgeben, und 2. 100% verträglich sind. Gerade Extremradsportler haben einen sehr empfindlichen Status wenn es um Einnahmen von Sportfood geht.

Nach meinen Testerfahrungen war der Weg zu Sponsor Sportfood nur noch der richtige Schritt. Für welche Zwecke verwende ich diese Produkte?

Für die noch anstehende Brevetserie zum Super-Randonneur ( Long-Distanc Wertung).

Für ein 24h Event mit dem MTB in Rieste am Alfsee wo ich 2017 siegreich war. 

Für meinen ultimativen Höhepunkt 2018 dem Race Across Germany.

Und für die 12h MTB – EM in Diessen am Ammersee wo ich als Titelverteidiger aus 2017 aufschlage.

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Welche Produkte verwende ich genau und hauptsächlich:

ISOTONIC MULTI CARB SPORTDRINK:

Sponser Isotonic enthält ein breites Kohlenhydratspektrum, basierend auf Glucose, Saccharose, Fructose, Maltodextrin, Isomaltulose und Trehalose. Der Anteil Kohlenhydrate mit tiefem glykämischen Index unterstützt den Sportler bei Langzeit-Belastungen.

Kohlenhydrat-Elektrolyt-Lösungen tragen dem Erhalt der Ausdauerleistung bei und verbessern die Flüssigkeitsaufnahme während der Aktivität.

SALT CAPS:

Elektrolytmischung zur Anwendung während längerer Ausdauerleistungen, Mehrtagesetappen und in der Hitze.

Kohlenhydrat-Elektrolyt-Lösungen verbessern die Aufnahme von Wasser während der körperlichen Betätigung und tragen zur Ausdauerleistung bei längerer Ausdauerbelastung bei. Zink trägt einem normalen Fettsäurenstoffwechsel bei.

ULTRA COMPETITION NEUTRAL:

Das Sportgetränk ULTRA COMPETITION von SPONSER wurde speziell für die Anforderungen der Ultra- und Langdistanz entwickelt (ab 8-12h). Die hochkomplexe hypotonische Nährstofflösung auf Basis von Wachsmaisstärke sowie glutenfreien Stärkehydrolisaten aus Gerste und Reis sorgen für langanhaltende Energieversorgung und einen tiefen glykämischen Index. Insbesondere eignet sich dieses Sportgetränk auch bei Fruktose-Unverträglichkeiten, da es keine freie Fruktose enthält. Zudem ist es laktose- und säurefrei und dank neutralem Geschmack individuell dosierbar.

Mein persönliches Feedback:

Ich persönlich gebe in diesen angemixten Drink einen kleinen Schuß TRITOP Sirup um dem neutralen Drink einen für mich sehr guten Geschmack zu geben den ich gerne mag, z.B. Lemon!! Der unaufdringliche leichte Maisgeschmack ist der Punkt auf dem i für mich.

POWER GUMS KOFFEIN:

POWER GUMS von SPONSER versorgen den Körper während des Sports mit schnellverfügbarer Energie für den Ausdauersport. Die beliebte Ergänzung oder Alternative zu den LIQUID ENERGY Gels ist einzeln portionierbar. 5 Stück entsprechen ungefähr dem Energiegehalt eines LIQUID ENERGY Gel Sachets.

Die Variante mit Fruchtmix-Geschmack enthält zusätzlich 150 mg Koffein und ist konzipiert wie ein Energy-Drink für den „Extra -Kick“ zur körperlichen und mentalen Leistungsunterstützung.

Mein persönliches Feedback:

Um mich nachts während der Fahrt nicht zeitraubend mit frischem Kaffee zu betrinken ist das etwas was mir die Müdigkeit auszutreibt. Zum anderen ist das unkompliziert bei der Einnahme.

Alles weitere über Sponser kann man gerne unter http://www.sponser.ch lesen!

 

 

 

 

Ist es getan, und auch der 300km Brevet ist von mir erlegt worden?Eigene Zeit aus 2017 um 48min verbessert-eigenen Streckenrekord als Handicapper um 18min neu geschrieben !

 

 

Bei bestem Wetter ging ich und alle anderen knapp 150 Freunde der Langstrecke auf die 300km Strecke die auch wieder für die Langstreckenwertung zum Super Randonneur zählt. Ich startete aus dem Block 3 von insgesamt 5 Blöcken zu je 30 Fahrern. Ein super Startzeitpunkt, denn ich mag es nicht so gerne vorne weg fahren zu müssen um dann als Kanonenfutter benutzt zu werden. Von hinten immer wieder andere zu überholen macht die mentale Situation schon einfacher. Natürlich nur wenns geht. So hat man auch immer wieder mal Gelegenheit vielleicht den ein oder anderen Fahrer etwas als Begleitung zu haben. Ich hatte leider mehr als 250km ohne einen solchen mein Heil zu suchen. Der leichte Gegenwind von über 10h Dauer machte das nicht gerade einfacher.Es soll aber immer der Aspekt gegeben sein das der Speed etwa identisch ist um nicht aufgehalten zu werden, oder selbst aufzuhalten. Was sollts!! Nach wenigen KM hatte ich schon mal die ersten aus dem vor mir gestarten Block eingeholt. Mein Ziel bei diesem Brevet? Wie letztes Jahr zu sehen wie lange ich richtig hohes Tempo gehen kann bis ich weich gelatscht bin und dann langsamer machen muß um nicht auf der Straße zu verrotten. Nur so kann ich meine Leistung einschätzen um den ersten Blick Richtung RACE ACROSS GERMANY zu richten. 2017 war bei Altomünster und ca. 220km dieser Drops gelutscht und ich mußte dermaßen zurückstecken das ich schon mächtig mühe hatte die letzten 50km sinnvoll zu beenden:-)!

 

 

Ammersee und Stauwehr an der Donau

Vorab jetzt hielt ich 55km länger meinen Körper auf Zug, also um die 275km.Jetzt ging es aber um 2018 und nichts anderes für mich. 9° und herrlicher Sonnenschein versüßte uns den Start über genau 326.9km und ca.3800hm. Mein Tacho zeigte aber sogar 334.59km an.Ich hatte mir vorgenommen auch hier weiter zu testen wie lange meine Leistung im Wettkampfmodus anhalten würde. Auf dieser Strecke ein fast idiotisches körperliches Vorhaben. Das Limit ruft nicht bei 100% sondern etwas weiter oben bei 110% –  jetzt hab ichs dir gezeigt!. Eben da wo man meint schon langsam über den Lenker zu kotzen, oder einem einfach alles sch…egal erscheint. Ich folgte meinem Ziel auch wenn ich am Ende qualvolle Kilometer gegen den s.g.Hammermann, ein berüchtiger Zeitgenosse der sich mit absoluter Leistungsverweigerung bemerkbar macht und dich auch am kleinsten Hügel verzweifeln läßt zerstören möchte. Aus dieser Situation kommt nicht jeder wieder heraus. Da gibt es nur Kapitulation oder Mama anrufen um sich irgendwo im Nirvana abholen zu lassen. Beides ist für mich nicht denkbar.Vielleicht spingt auch ein neuer persönlicher Streckenrekord der  z.Z. bei 13.5h bei mir steht. Ich knalle alles was ich hatte in die Pedale und war schon nach unter 6h am Wendepunkt Kloster Andechs.

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Schon hier war ich auf Rekordkurs!!Bis dorhin kein Halt zum Essen oder trinken. Eigene Mitnehmsel mußten erst mal ausreichen.Kurzer Halt am zweiten Kontrollpunkt.Kontrollbuch abstempeln lassen, Camelbak und eine Trinkflasche neu befüllen mit insgesamt 3l Flüssigkeit und auf die schnelle zwei eiskalte 0.5l Cola durch die Kehle gejagt. Nichts gegessen was eigentlich jemanden wir mich nicht passieren darf und wieder 80% auf die Pedale gedrückt.Jetzt war ich fast 160km unterwegs und die nächste Kontrollstelle Altomünster 65km entfernt. Altomünster? Da war doch 2017 etwas! Ach ja da hatte ich die ersten Ausfallerscheinungen und mußte bis zum Ende böse leiden. Heute, als ich hier nach gut 8.5h eintraf hatte ich schon etwas komische Gefühle und die zwei Semmeln mit Leberkäse schön fettig waren nicht gerate förderlich um nicht über den Lenker zu kotzen.Die obligatorischen 2 Patronen Cola waren wie immer das non plus ultra das mir immer hilft egal was die Stunde geschlagen hat. Aber nicht heute denn nach einer Stunde ging es mir richtig schlecht und ich sehnte mich förmlich an die Kontrollstelle 4 Neuburg a.d.D. im Mc Feß- Tempel. Hier hatte zu erste mal einen McRip und wieder meine Ration Cola als 1L Ausführung vernichtet. Endlich hatte ich auch einen Partner gefunden der nach meiner Alleinfahrt bis dort hin sehr gelegen kam. Der Österreicher Johann der mir auch mal Windschatten gab wenns mir schlecht ging, und das ging es mir schon lange!!So etwas brauchst du wenns richtig übel läuft um nicht über die Klinge zu hüpfen.

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Das Foto aus 2007 beim Paris-Brest-Paris Klassiker 1228km. So sieht man aus wenn man vom Hammermann angeschossen wurde 🙂 !!

Ca. 50km hatten wir noch und ich wußte das würde eine richtig harte Sache denn diese stundenlange Maximiumfahrt machte mich immer müder. Normal rechne ich für eine solche Strecke um 120min. Jetzt dachte ich mehr an so 180min die es so wohl werden.Ab jetzt ging es mit Licht weiter den es dämmerte schon. Ich wußte auch ab Hüttungen (km 289km) sind es noch mal richtig harte Kilometer die für mich wohl längsten 40km an diesem Tag.

Mir brannte der Allerwerteste – mir kochten die Beine und mir glühte der Kopf. Und jetzt kamen die letzten drei finalen Anstiege zwischen 11-13% und die waren zwar nicht so lange und in dieser Verfassung aber einfach zu lange. Ein Steinchen zu überfahren ist da fast schon wie eine Mt. Everest Besteigung.Gerade jetzt hatte ich noch einen Speichenbruch hinten der mir eine richtig schöne 8 in die Felge zimmerte und ständig an der Bremse schlief. Anhalten Bremse hinten aushängen und nur noch mit der vordern aufs Kriegsgebiet Straße zurück kehren.Jetzt nach der letzten Kontrolle ca. 30km vor dem Ziel hatte ich nur noch eigentlich flaches Terrain zu bewältigen die aber meine Winselei nicht enden ließ. Aber jetzt das beste:

Ich unterbot, trotz aller Wiedrigkeiten meinen eigenen Netto Streckenrekord um 48min. der jetzt bei 12:42h liegt. 48min. hatte ich diese vielen KM schneller abgerissen als 2017 war auch für den Brutto Rekord gilt. Meine eigener Streckenrekord als Handicapper auf dieser 300km Strecke noch mal um 12min. verbessert!!

Netto heißt hier, ohne Zeiteinrechnung an den 5 Kontrollstellen wie auch 2017. Brutto heißt mit der gesamten Zeit incl aller Standzeiten.

Brutto Zeit aus 2017 demnach 17h – 2018 jetzt 16:12. Dem Team Bike Center Dressel Kronach bescherte ich damit eine erneute 100% Quote in diesem noch jungen Jahr 2018.

Jetzt geht der Blick nach vorne auf den nächsten Wertungslauf dieser Longdistance Serie. Am 27.4 geht es an die 400km Distanz mit ca. 3800hm, außer die obligatorische kleine Zugabe kommt noch oben rauf was zu 100% aunzunehmen ist. Meine Streckenvorstellung und mein neuer Beitrag erscheint dazu am 23.4.18!

Bis dahin liebe Grüße an alle die meinen Blog besuchen und bleibt mir gewogen.Ihr dürft natürlich gerne auch Kommentare geben wenn ihr wollt 🙂 !

Euer Extremist

Micha

 

 

 

 

Brevet 2 – 300km und der zweite Schritt Richtung Race Across Germany 2018! Vorstellung der Strecke

Der zweite Schritt zur RAG 2018 führt über die komplette Brevetserie die jeweils in Treuchtlingen bei Weißenburg beginnt. Diesmal geht es von hier aus bis in den Süden Bayerns zum Kloster Andechs am Ammersee und zurück. 300km, und jetzt 3700hm die in unter 20h abgerissen werden müssen.

Jetzt wird es langsam ernst dann nach diesen 300km an den Ammersee zum Kloster Andechs endet der Spaß auch bei den Randonneuren. Die Super Randonneur-Wertung soll ja auch super HART sein.

Dies ist mein insgesamt 13.Brevet und diese 300km Prüfung war weltweit 2014 die Nr.9. 1639 Mal wurde diese Strecke bisher schon in Nordbayern angeboten bzw.gefahren. Sie wird als große Acht, so sieht die virtuelle Streckenführung auf der Karte aus gefahren.

Die Strecke führt ab Treuchtlingen/Graben über Rain a.Lech – Aichach – Mammendorf – Kloster Andechs zurück über Inning – Mammendorf – Egenhofen – Altomünster – Neuburg a.d.Donau ins Ziel nach Treuchtlingen zurück.

Ab Neuburg a.d.Donau, und einigen Bergrücken führt eine letzte längere Steigung über einige kleine Wellen zurück nach Treuchtlingen ins sehnlichst erwartete Ziel. Schätzungsweise werde ich hier schon mal 90-120min. bei Dunkelheit gegen Ende des Brevet unterwegs sein und mich so an den neuerlichen Geschmack der Finsternis gewöhnen dürfen. Ab dem nächsten Brevet Nr.3 am 27.4.18 und dann 400km wird es ernst und die Nehmerqualitäten einer kompletten Nachtfahrt sind gefragt.

Die Wetteraussichten scheinen gut zu werden da um die 20° bei Sonne auf den 300 km warten. 2017 waren noch 50% Regen und 14° auf der Strecke vom Wettergott gestellt worden. Ich hoffe das Wetter wird so das ich euch nur gutes berichten kann.

Mein nächster Blog-Beitrag erschein mit dem Race-Bericht des 300km Brevet am 16.4.-17.4.18.

Bis dahin schöne Tage wünscht euch Michael!!!

Brevet 1 über 200km in Treuchtlingen! Die Vorbereitung zur RAG 2018 hat am 27.11.2017 begonnen und jetzt den Anfang gefunden.

 

Die Ranndoneure: Ein spezieller Haufen von Radwanderern deren Ziel nicht die Zeit sondern der Weg ist. Je länger dieser ist desto schöner ist er, bei jedem Wetter!

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Schon wieder mit einem leichten grinsen im Gesicht trotz der überstandenen Kälte!

Der erste Schritt Richtung RAG – Race Across Germany vom 30.6. – 2.7.2018 geht über eine intensive Vorbereitung. Bei mir zunächst über die Brevetserie von 200 – 300 – 400 u.600km. Startpunkt jeweils in Treuchtlingen bei Weißenburg nahe Nürnberg. Die 200km Strecke durch das wunderschöne Altmühltal war wie gewohnt natürlich etwas länger als angegeben. Es waren letztlich fast 220km und 2313hm die in max. 13.5h abgerissen werden mußten. Diese erste Prüfung war zugleich schon mal eine kleine Standortbestimmung ob ich im Winter genug Schweiß vernichtet hatte!

Auch bin ich 2018 wieder für das Team Bike Center Dressel Kronach im Radrennsport unterwegs. Dieser Lauf jedoch ist kein richtiges Rennen. Es ist gefragt seine Langzeitausdauer unter Beweis zu stellen und fast  220km und 2465Hm die Zeit nicht über 13.5h anwachsen zu lassen. Die Strecke war um ca.150Hm schwieriger als 2017.Vor allem jedoch weil die biologische Uhr nicht stillgestanden ist, und schon etwas anderes ist mit 48 oder 58 Jahren noch mal ran zu klotzen!!Um in der Wertung von vier Läufen zu bleiben müssen bei den jeweiligen restlichen Strecken von 300-400 u. 600Km unbedingt die vorgeschriebenen Zeiten unterboten oder eingehalten werden. Wie hoch ist dabei egal.

Naja erst mal hatte mein Navi die GPX-Daten vom Veranstalter gesplittet aufgenommen da diese auch so gesendet wurden. Das bedeutet 4 mal erneut das Navi mit der Route aktivieren und halt warten bis es die Strecke erfaßt hat. Das war aber nicht so tragisch.

Die Startblöcke waren 30 Fahrer groß, und da man nicht die ganze Meute von knapp 200 Startern auf einmal auf die Straße lassen wollte um den Straßenverkehr nicht zu strapazieren durfte ich im dritten Block von vier ran da hier der Meldungseingang ausschlaggebend war. Die Altmühltalrunde ist eine schöne Strecke, und auch mit zwei harten Anstiegen jenseits der 11%-13% schon … Das Wetter war optimal und trocken, aber kühl. So hatte es morgens beim Start um 9Uhr gerade mal 3° + hatte. Diese Situation der Temperaturen die nicht  über nur kurzzeitig mal 11°+ erreichte und der dauernde Gegenwind bis zur s.g. Kehre und Kontrollstelle Ihlerstein bei km 97 machte allen Teilnehmern zu schaffen! Durchweg, wegen der Kälte wurden die Zeiten aller schlechter als noch 2017 ließ ich mir sagen.

Während viele über eiskalte Füße klagten macht mir die Kälte am Oberkörper und in den Bronchen zu schaffen.

Die Verfassung während der 200km Distanz für meine Verhältnisse war aber trotzdem so das Freude aufkommen sollte. Ich konnte meine dicken Gänge nach belieben durch drücken.Erst ab dem 3. Start über 400km durch die Oberpfalz würde aus meiner zurück liegenden Erinnerung die harte Realität ihr Gesicht zeigen denn ab hier war keine Down Phase so schnell zu überwinden weil der Gedanke dann sofort auf die noch verbleibende Strecke in der Psyche umklickt, und dann kann es sehr schnell eng werden mit der Lust Fahrrad zu fahren!! Aber auch schon der 300km Ritt sollte schon mal eine Duftmarke für die weitere Wertung sein. Jemanden ganz bestimmten sollte ich heute sicher wieder erleben – meinen besten Freund den Schmerz!

Ich hatte schnell – nach 7km – die letzten des zweiten Blocks eingeholt und legt einen fulminaten Schnitt auf den Altmühlthaler Asphalt. Nach guten 100km nahm ich das Tempo zeitweise etwas heraus denn auch nur 200km können bei Überschätzung richtig in die Hose gehen. Zum ersten weil ich fast ausnahmslos seit 100km alleine im Wind stand, und zum anderen weil ich hier schon wußte das sich alles mit meinem Leistungsvolumen im grünen Bereich bewegte. Das war der Sinn dieses 200km Brevets für mich.Ab diesem Zeitpunkt suchte

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Die Ranndoneure-Medallien die 2017 vom Club Audax Parisien FRA vergeben wurden und gleichzeitig die Wertung zum Super-Ranndoneure beweist!!

ich auch nicht mehr das Heil alleine unterwegs zu sein und fand schließlich erst 50km vor dem Ziel einen Teilnehmer die mir zusagte und das Tempo so fuhr wie ich und er das als optimal bezeichnen möchte. Die 13.5h Stunden Zeitlimit waren demzufolge für mich kein Problem, und ich durchbrach die Ziellinie in Brutto 10.h. Reine Fahrzeit ohne Kontrollstellen 9h. 3.5h bzw. 4.5h Stunden früher und mit viel Freude im Bauch war das ein wunderschöner Einstieg in das aktive Radsportjahr 2018. Meine Seele wollte mit einem mächtigen Grinsen im Gesicht zeigen das ein Spiegel deinem Ausdruck viel zurück geben kann trotz der Kälte die gegen Ende des Tages wieder zurück kam. Ein Tag der für mich ein Augenblick war den ich 12 Monate bei einem neuerlichen 200km P1080033Brevet so vermisst hatte. Das verwendete Sponsoringmaterial war spitze, und der Veranstalter wieder einmal ein familiärer Freund in allen Belangen!!

Strecken.-u. Persönliche Daten:

2017                                                          2018                         

Streckenlänge: 222km                         219.6 km

Höhenmeter : 2313 m                          2465 hm

AVG – Puls : 146                                     Geheimsache

Vmax Hf. : 175                                       167

D-Km/h : 25.9 km/h                               24.65 km/h

Reine FZ. : 7:47:50 h                              9h

Brutto FZ : 9:20:17 h                              10h

Zeitguthaben : ca.4:10 h                       3.5 – 4.5h

Kcal Verbrauch :  7635                          6322

Fazit: Es ist halt doch etwas schwieriger so etwas zu Ende zu bringen als sich den Wanzt mit Chips und Cola zu torpetieren bis der Waschbärbauch die perfekte Form erreicht hat: Voll – speckig und mit gerissener Haut das von Überspannung her rührt 🙂 !!!

Mein nächster Blog erscheint am kommenden Montag dem 2.4.2018 mit der Vorstellung der300km Brevetstrecke zur Vorbereitung höherer Ziele in 2018!

The first race in 2018: Das erste Brevet der Super-Ranndoneur-Wertung von erst mal ca.200km und 2800hm wird angezählt. Die Long-Distance Challenge für Langstreckler startet am 24.3.2018!!

Die lange 17 wöchige Vorbereitung für die neue Rennsaison 2018 ist fast schon vorbei und ich stehe am kommenden Samstag den 24.3. schon am Start meines ersten Rennen zur Langstrecken Wertung.

Die Brevet-Serie die ich gerne immer als erste Vorbereitung für die bevorstehende Rennsaison ist leicht erklärt:

Ein Brevet ( Prüfung ) ist ein Strecke die man nach einer bestimmten Zeitvorgabe zu absolvieren hat. Die 200km Strecke in 13:30h. Wer darüber ist ist aus der Wertung, und wer der schnellste ist bekommt kein Siegertreppchen – Plätzchen. Das Wort Ranndoneur  kommt aus dem französischen und heißt soviel wie Radwanderer desen Ziel der Weg und nicht die schnellste Zeit ist. Hier bekommst du die nötige Langstreckenhärte, denn jede weitere der insgesamt 4 Wertungen wird länger. Es stehen noch die 300 – 400 und 600km Distanz auf dem Programm. bei den letzten beiden Wertungen muß dann auch eine ganze Nacht aktiv überstanden werden. So will es das Gesetz des französischen Verbandes Audax Club Parisien!

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Dies ist ein Teilnehmer der sehr alten Schule in Frankreich von mir aufgenommen bei meiner Teilnahme zu Superlangstrecke, oder bester dem Paris-Brest-Paris über 1228km und 10000hm nonstop! Dieses „Rennen“ wird von Randonneuren gerne die Langstrecken-Olympiade genannt. So kann man auch das Ziel nach mehr als 1200km erreichen.

Jetzt aber zur Strecke: Es geht los in Teuchtlingen bei Wasserburg südlich von Nürnberg und führt durch das schöne Altmühltal. Die Strecke muß auf jeden Fall 200km lang sein, aber aus meiner Erfahrung will der Veranstalter meistens noch eine Schippe um die 15-20km drauf legen. Naja darauf kommt es auch nicht mehr an. Die Randonneure sind da ja nicht so kleinlich. Eine mächtige Steigung im zweistelligen % Bereich wird wohl wieder zum Streckenprofil gehören welches uns als GPX-Datein und Streckenplan z.V. gestellt wird. Da hat man so an die Hälfte des Brevets hinter sich gebracht.cropped-19429698_1551899114884009_2220906246314772652_n-e1508618969113.jpgAuch ein Kontrollbuch ist mitzuführen in dem mehrere Kontrollstellen, meistens sind es Tankstellen oder Discounter angefahren werden müssen.Hier muß jeweils ein Stempel mit Zeitangabe und Unterschrift vermerkt sein um im Ziel nachweisen zu könnne das man auch da war. Diese Kontrollstellen sind in bestimmten Zeitfenstern anzufahren. Also ein richtig schneller Geselle hat nichts von seiner  Heizerei denn wenn er zu früh ist muß er warten. Selber Schuld !!!

Ich werde mich, nachdem ich diese Serie nun schon drei Mal erfolgreich absolviert habe diese Jahr nicht offiziell mit Medallien werten lassen, was heißt ich bekomme keine wenn man das nicht möchte. Dies kann man gerne tun wenn man will. Nachdem ich mein Zimmer eh schon voll mit Trophäen habe brauche ich das nicht noch ein viertes mal. Ich bin eh uneinholbar da ich als Handicap-Radsportler diese Serie weltweit als einziger schon drei Mal durchgestanden habe. Ich bin jetzt schon eine kleine Legende :-)!

Übrigens wird um 9 Uhr gestartet in Blöcken zu je 30 Teilnehmern um den Straßenverkehr nicht zu sehr zu behindern. Nach einigen Kilometern hat sich das Feld eh so verteilt das man problemlos fahren kann. 187 Starter sind momentan gemeldet und ich werde im Startblock 3 von insgesamt

6 das Brevet aufnehmen.

Es grüßt euch Michael.

PS: Mein nächster Beitrag wird am 26.3 oder 27.3. veröffentlicht und vom diesem ersten Race 2018 handeln. Wie es mir da ergangen ist? Laßt euch überraschen 🙂 !

Mein erfolgreiches Trainingslager in Torbole am Gardasee vom 5.3.-11.3.2018 !

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Montag 5.3.2018:

Nachdem ich eine gute Anreise hatte und gegen frühen Nachmittag in meiner wunderschönen Unterkunft, dem Aktiv Hotel Santa Lucia in Torbole eintraf verlor ich keine Zeit und machte mich gleich fertig für eine kurze 2.5 stündige Regenarationsfahrt am Lago Richtung Malcesine am Ostufer entlang gehn Süden. Ich war ja sehr früh von zu Hause aus aufgebrochen und mehr als 6h mit dem Auto unterwegs gewesen.

Leider machte es das Wetter nicht besonders angenehm denn schon nach kurzer Zeit begleitete mich Regen bei 8°. Naja ich bin ja nicht zum Spaß hier sondern noch etwas mehr für meine Beine zu tun.

Dienstag 6.3.2018:

Heute war es so schlechtes Wetter das ich es vorzog die erste Einheit im Fitnessraum des Aktiv Hotels Santa Lucia zu gestalten. Das bedeutete für mich die ersten Kraftintervalle auf dem Fitnessbike im Bereich KA 2 bis an die 300Watt vier Stunden lang zu bewältigen. Naja kein Spaß egal ob Indoor oder Outdoor.Aktivhotel Santa Lucia

Die Perle des Gardasee – Das Aktiv Hotel Santa Lucia in Torbole. Mein Ruhepol nach anstrengenden Trainingseinheiten!!

Keine optische Täuschung denn dieses Foto ist von der Homepage des Hotels das mir freundlicherweise gerne z.V. gestellt wurde.

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Ich denke ich habe einen guten Freund gefunden in Silvio Rigatti dem Besitzer der PERLE!!

 

Am späten Nachmittag dann wollte ich unbedingt wieder auf die Straße, und obwohl es doch noch ab und an etwas regnete zog ich die zweite Einheit am Lago durch was bedeutete: 2h GA1 und wieder naß geworden. Ich dachte mir eigentlich kann es ja nur besser werden was es auch wurde!

Mittwoch 7.3.2018:

Und wieder trostloses Wetter, zwar nicht mehr viel Regen sondern mehr Niesel, aber diese beiden heutigen Einheiten hängte ich zusammen weil ich null Bock auf zweimal Naßtraining hatte. Also knallte ich mal eben 4.5h im EB und GA 1-2 Bereich bis zur Südspitze des Lago nach Preschiera und zurück und kam dabei durch die schönen Städtchen Lazise-Bardolino und Malcesine.Temperaturen zwischen 8-10° machten mir nicht so recht Freude und in meiner Unterkunft war ich froh eine warme Dusche nehmen zu können. Jetzt war ich so zusagen fast 300km im Schmuddelwetter unterwegs gewesen. Das macht dich hart für die folgenden Aufgaben bei der Long-Distance Serie die Ende März in Treuchtlingen startet, dachte ich mir im Innern. Hier ist es meistens auch nicht gerade warm und ab und an konnte man sogar schon mal etwas leichten Schneefall erwarten. Also was soll´s! Nur die harten kommen in den Garten und für einen Extrenradsportler wie mich ist das einfach weg zustecken.

 

Donnerstag 8.3.2018:

dav

sdr

Heute war es endlich soweit und bei Sonne verabschiedete mich Christine höchst persönlich bei meiner ultimativen Erstrunde um den kompletten Gardasee. Bis 18° sollten es an der Südspitze haben während ich noch bei 8° in Torbole in die Pedale hämmerte als gäbe es kein schönes Wetter mehr. 160km incl. einen Zusatzabstecher Richtung Arco beinhaltete mein Streckenpensum + fast 1000hm auf meinen Tacho. 6h im Fettstoffwechselbereich ( Spazierfahrt) hatte ich vor mir, und mit gelegentlichen Fotostopps die euch auch zeigen sollen das der Lago auch anders kann als Regen verbreiten. Es war so schön als ich ständig nach links sah und mir der Gardasee mit seiner spiegelnden Wasseroberfläche ins Gesicht lachte. Ich hatte das Gefühl als würde er aus Versöhnung jetzt ständig versuchen mit mir Händchen zu halten. Ein wunderschöner Tag der mir die 3 letzten schnell vergessen ließ!Gardasee Trainingslager 2018 122.JPG

Freitag 9.3.2018 :

Heute war erneut ein schöner Tag für mich um bereit zu sein diese Lagorunde noch einmal zu fahren. Diesmal aber mit mehr schmackes und gleich mal fast eine Stunde schneller als gestern, aber diesmal ohne Fotoshooting. Heute ging es im Kraftausdauerbereich komplett um den Lago, also fette Gänge ohne Rücksicht auf Muskeln und Sehnen die so aneinander rieben das es schon wieder schön statt schmerzhaft wurde.Gardasee Trainingslager 2018 131

Samstag 10.3.2018 :

Heute sollte das Wetter wieder schlechter werden und so entschied ich mich meiner Frau auch mal einen Tag mit mir am Lago zu widmen. Das ich allerdings 6h zu Fuß unterwegs war sollte doch nicht so erholsam für mich werden. Als erstes besuchten wir die GROTTA CASCATA VARONE und dann einen Abstecker zum Tennosee ehe wir noch auf dem Rückweg das älteste Dorf Italiens besuchten das u.a. von Künstlern bewohnt wird.

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Der Tenno-See

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Das älteste Dorf Italiens im Zentrum

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Canale di Tenno heißt das älteste Dorf Italiens.

Die 6 Fotos sagen mehr als Worte.

Fazit: Diese Trainigswoche brachte mir einen Leistungszuwachs von 30 – 70 Watt. Die Bereiche dazu werde ich natürlich nicht nennen. Geheimnisse verrät man nicht schon aus Gründen der Konkurrenz.

Insgesamt mehr als 700km wovon die Hälfte im Regen gefahren wurden. Das läßt hoffen auf eine gute weitere Saison.

So hoffe ich natürlich das ich 2019 meine neuen Freunde in Italien erneut wieder aufsuchen kann!

Ich freue mich auf euch in meinem nächsten Blog am 19.3.2018 und auf meine Vorschau meines ersten Rennens bei der Super-Randonneur Wertung Long Distance über eine erste Distanz von 220km mit ca.2800hm. Es werden drei weitere Läufe über je 300 – 400 und 600km folgen.

Machts gut bis nächste Woche

Michael