RAG: Race Across Germany 2019! Der Countdown zur Kernschmelze von Geist und Körper läuft. Noch 4 Tage,dann heißt es 1100km und 7500hm zertreten!!

 

 

 

Am 5.7.2019 ist es wieder soweit und das ultimative Langstreckenrace, der längste Ritt Deutschlands wird ab 8:00 direkt an der Hafenspitze zu Flensburg gestartet. Quasi geht direkt vom Wasser an den Berg in Garmisch-Partenkirchen, der Zugspitze. Über ca.1100km und 7500Hm.

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Ich habe mich geopfert für diesen Lauf 2017 und 2018 und habe alles durchlebt als unsupported und supported Starter mit Handicap, und es war schwer – sehr schwer sogar!!

Diese Strecke wird versuchen dich zu bezwingen.Deine Muskulatur,deine Moral und deine Motivation.Diese Strecke nimmt sich dafür 1100km Zeit,aber du mußt dagegen halten.Bis zum letzten Zentimeter.Wenn du das kannst wirst du dein Ziel das Ziel zu sehen auch erreichen!! Spätestens dann weißt du wie sich das Leben als ein Gladiator der Langstrecke anfühlt.

Ich werde euch nun diese Strecke die ihr am Freitag früh unter eurem Tretlager bis zu 2 Nächte und 3 Tage fliegen seht näher bringen.Euch sagen was euch erwarten wird und was ihr nicht tun solltet,und das so lange wie der Asphalt unter euch von der Zukunft über die Gegenwart in die Vergangenheit fliegt. Ich wünsche jedem das dieser Asphalt bis ins Ziel fliegen wird und nicht abstürzt.

Ich habe zwei Seiten dieses RAG erlebt, eine häßliche aus 2017 mit viel Regen und Wind und einem Sturz bei 665km, und etwas mehr als der Halbzeit der mich dann verletzungsbedingt als unsupported Starter zur Aufgabe zwang. Eine schöne Seite aus 2018 mit viel Sonne gutem Wind und einem fantasischen Team das mich bis ins Ziel gepuscht hat und uns allen einen ersten Weltrekord als Handicapper beschert hat, in Zeit und Distanz. Diesen halte ich weltweit und hoffe er möge lange halten.

Zunächst werdet ihr ein Briefing von Dieter Göpfert erleben das euch schon mal an die RAAM erinnern könnte. Profesionell und ans Herz gehend.Für mich jedenfalls. Ich glaube sogar noch zu wissen das ich eine Gänsehaut bekam. Zunächst wird es flach und unspektakulär bis zur ersten TS nach Lauenburg/Elbe gehen und dort habt ihr ca. 250km hinter euch gebracht. Bis hier hin habe ich versucht viel Zeit einzufahren um im Harz mit seinen angeblich 25 Ansteigen auch etwas Zeit im Minus verkraften zu können.Ob es tatsächlich diese Menge an Anstiegen waren habe ich nicht gezählt. Warum? Mir war einfach nicht nach zählen!!Jedenfalls habe ich bis hier so den Hammer ausgepackt das ich dort schon 2.5h auf meinen Marschplan eingefahren hatte.

Gleich jetzt solltet ihr euch einen guten Rat von mir zu Herzen nehmen: Denkt nie daran wieviel Strecke ihr noch vor euch habt sondern lieber wieviel ihr schon hinter euch habt, sonst müßt ihr ev. ständig eure mentale Situation überdenken und dafür sollte der Kopf nicht da sein. Nicht beim RAG jedenfalls!

 

 

 

Ab Seesen bei ca. 470km wird es dann heftig denn da beginnt so langsam der Harz vor euch zur ultimativen Prüfung zu werden. 470km habt ihr da schon vernichtet und jetzt müssen eure Beine euren absoluten Willen spüren. Der heftigste Anstieg beginnt bei Heiligenstadt und ist lang, sehr lang und hier werden gelegentlich auch Bergrennen mit Autos abgehalten. Ihr werdet da auf jeden Fall nicht so schnell oben sein das kann ich euch garantieren 🙂 !!

sdr
Irgendwo im Nirvana des Race Across Germany             

 

 

 

Und zwischen zwei Wetterwelten von grausam und herrlich schön. 2017 u. 2018!

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Kurzer Check von Dieter Göpfert 2017 wie es um mich steht nachdem bei der Bilderlacher Höhe mein Navi zu spinnen begonnen hatte nach der ständigen Regenfahrt einen Tag und eine Nacht. Solo unsupported!!

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Die erste etwas ruhige Verpflegung bei Berga/Werra ohne Streß im Sattel nach ca. 24 h  – und hier gehts lang!

Bei Berga/Werra hab ihr den Harz so gut wie hinter euch gebracht und ca. bei 605km Halbzeit. Es ist hier die erste Zahlstelle zwischen Seele und Körper und deine Zeit sollte hier vielleicht nicht so sehr hinterher sein denn das wieder aufzuholen wird immer schwieriger denn die Distanz wird zwar jetzt rückwärts laufen aber bis Kitzingen habt ihr noch einige sehr lange Wellen auf der breiten Bundesstrasse zu meistern. Sie werden sich vor euch ausbreiten mit solcher Wucht das ihr mental schon zu knappern habt und denkt hoffentlich pack ich diese Dinger. Ist da Alcatraz zu überstehen schwerer ?? Zum Thema Kitzingen werdet ihr vielleicht wieder kurz an das Briefing vor einem Tag zurück denken. Denn hier hatte Dieter gesagt Kitzingen ist der Spielplatz des Schafrichters. Wer es bis hierher schafft der schafft es in der Regel auch ins Ziel. Aber meint nicht das der Rest ein Kindergeburtstag werden wird.

Es kommt noch eine Nacht und ein Tag mindestens außer ihr seit richtig schnell. Aber die Mehrheit wird eh nicht um einen Sieg fighten sondern das Motto haben:

DER WEG IST DAS ZIEL!!

Die zweite Nacht 2018 war bei mir jedenfalls alles andere als lustig den ich hatte gelegentlich Anfälle von Haluzinationen die mein Team sehr gut wegstecken konnte. Habt ihr ein Team das dies nicht kann und du merkts da stimmt oder läuft was nicht mehr rund und alle sind gereizt dann wird es selbst für dich hart und du machts dir Gedanken aufzuhören weil deine Crew gegen dich arbeitet oder zerstitten ist. Du wirst negativ, und das würde deine absolute Verliererphase einläuten.Also bitte hab ein gutes Team denn sonst ist ein erfolgreiches und gutes Race schnell zum Teufel. Das Team sollte auch alle solchen negativen Anfälle von dir fernhalten. Es sollte dir immer den Eindruck geben zu bist der Chef im Ring auch denn du es gerade vielleicht nicht mehr bist.
Sie sollten auch mal schauspielerische Gaben besitzen wenns drauf ankommt.

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Ich motzte ständig rum und meinte hier schon mehrfach vorbei gefahren zu sein!!

Du hast jetzt Ansbach im Visier und es wird wieder flacher was deinen Beinen jetzt sehr gelegen kommen wird. Wenn du weißt wie man sich jetzt trotz Weiterfahrt dabei erholen kann bis du auf dem richtigen Weg. Ab Mauren im Donauries bei Km 900 wo es wieder welliger wird kommen die letzten 200km auf dich zu. Hier kannst du vielleicht mal sagen jetzt hab ich die Sch….. im Sack.Ich konnte das und ging hier das erste mal eine Stunde Engelchen Träume träumen. Das zweite Mal nach einem kurzen 20 min. Powernepp zwischen Berga/Werra und Kitzingen. Sonst hatte mein Tretlager nie lange Stillstand bekommen.Ich war jetzt richtig happy und die letzten 100km genoß ich das RAG so sehr was ich euch auch wünschen möchte.

 

 

 

Die Fotos zeigen mich im Ziel und Clemens mit Dieter.Meine Frau die mich erst mal richtig fest drückte weil sie denke ich schon etwas stolz auf mich war. Und dann hatte ich etwas Hunger und hätte fast die Medaille gegessen 🙂 !

54:29h Platz 4 Kategorie 50+ und 8.Platz gesammt und zwei Weltrekorde in einem Race als Handicap-Ultraradssportler waren die glücklichen Momente die mir das RAG geschenkt hatte. Aber nur etwas ist am wichtigsten Gesundheit – Glück – und Freude in einem, im Ziel !Riskiere nicht dein Leben!

Ein Jahr ist es jetzt her und ich denke daran als wäre es gestern gewesen. Ihr solltet noch einige meiner Worte nie vergessen:

1. Das erste Opfer bei extremen Radrennen ist immer die mentale Schwäche.                                                                                                                                   2.Denke nie darüber nach wie viel du noch vor dir, sondern wie viel du schon hinter dir hast.                                                                                                                                                        3.Habe immer das Ziel vor Augen und dann vielleicht den Erfolg so wird dir im Ziel der Schmerz und die Qualen als Freude bleiben.

Die Wetterprognose für das RAG vom Fr. – So. den 5.7.-7.7.19:

Flensburg:   8 Uhr – 19° – 30% Regen – Wind mit 36-64km/h aus  W                                        

Seesen :        0 Uhr – 14° – 0 % Regen – Wind mit 7 km/h aus W

Kitzingen Sa. : 20 Uhr – 21° – 0% Regen mit 9 km/h aus N

Moorenweis So. :  10 Uhr – 21° – 0% Regen mit 1 km/h aus NW

Garmisch So :  15 Uhr – 19° – 15% leichter Regen mit 2 km/h aus O

Vor dem Harz ( Seesen ) solltet ihr lt. Wetterprognose nur noch leichten Wind und keinen Regen mehr haben. In Garmisch weint vielleicht der Himmel vor Freude das ihr es geschafft habt.

Ich wünsche allen Startern und Teams ein unvergessliches und  positves Race. Kommt gesund an und riskiert nicht euer Leben oder eure Gesundheit.Dieter Göpfert und dem ganzen ORCA-Team wünsche ich einen reibungslosen Verlauf des Races und nur postive und freudige Erinnerungen an das RAG 2019.

Es grüßt euch

Michael – Extrem und Ultra-Radsportler mit Handicap

Mein nächster Blog erscheint um den 15.7.2019

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Mein Team das mich ins Ziel gebracht hat von li. Regina meine Frau – Julian – Lisa und ICH!! Das Begleitfahrzeug wurde für das RAG mit freundlicher Unterstützung durch meinen Mobilitätspartner Knaus aus Jandelsbrunn z.V. gestellt.Der Premiumhersteller von Caravans und Wohnmobilen!

 

 

 

                    ZIEL UND OUT MIT CHILL AM WALCHENSEE EINEN TAG SPÄTER

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