Detailiertes Statement: Gründe weshalb ich als Ultra.- u. Extremradsportler zurück getreten bin!

Extrem.-und Ultra Radsport stand für mich immer an erster Stelle, aber noch wichtiger ist mir meine Gesundheit und meine Familie !!                                                   20 Jahre bewegte ich mich in der Formel 1 des Radsports !!                                               20 Jahre wurde diese Formel 1 immer verrückter und brutaler !!                                   20 Jahre später kehre ich dieser Formel 1 den Rücken !!                                                        Ich vermisse nichts!!                                                                                                                         Es gibt nichts was ich noch erreichen sollte oder könnte!                                                  Es gibt keine Ultrastrecke die mich noch reizen könnte!                                                    Es gibt kein Herausforderung, oder einen int.Titel den ich nicht schon mehrfach habe.                                                                                                                                                    EIN BLOG-BEITRAG DER ZWAR LANG IST UND LÄNGERE LESEZEIT BEANSPRUCHT, DER ES ABER WERT IST NICHT ÜBERFLOGEN, SONDERN IN RUHE GELESEN  WERDEN SOLLTEN!                                                                                                     AUSSERDEM MÖCHTE ICH NOCH WEITERE STÄNDIGE FRAGEN HIERZU BEANTWORTEN!                                                                                                                            Also bitte lest das alles erst wenn ihr auch wirklich etwas mehr Zeit habt um zu begreifen wieso ich diese Entscheidung getroffen habe. Bevor ich zum eigentlichen Thema in diesem BLOG komme – meinem Rücktritt von dieser schwersten Sportart die es wohl auf diesem Planeten gibt, möchte ich vorab folgendes sagen oder besser erwähnen:                                                                                                                                                Ich frage mich heute: Ist dieser Sport noch gesund wie er heute und jetzt betrieben wird? JA und NEIN in meinem Fall jedenfalls. Warum?? Vielleicht in einem gesonderten BLOG dazu mehr!                                                                                              Meine sportlichen Langstrecken Einsätze während dieser langen Zeit sollte immer eine Message sein. Eine Message an alle Menschen mit Handicap nach einem Schlaganfall oder irgend einem anderen Grund,egal welcher es auch war der zu einem Handicap führte. Nicht nur an solche gerichtet die in Bayern, Deutschland oder Europa leben!Sondern in der ganzen Welt. Man sollte Mut haben sich etwas ganz großem zu stellen. Trotz eines Handicaps! Etwas an das was man sein ganzes Leben lang mit Glück und Stolz zurück denken kann, mit dem man wächst und stark wird,und sich dabei sehr sehr glücklich machen kann.                     

DEN ULTRA – CYCLING RADSPORT!!DIE DISZIPLIN DER RAD-GLADIATOREN!!

Ich habe mir in 20 Jahren die besten Kirschen von der Torte genommen, und habe letztlich dabei gemerkt und gelernt : Wer davon zu viel ißt bekommt Bauchschmerzen.                                                                                                                            Mit einem riesigen Paket voller Emotionen machte ich diesen großen Schritt  in meinem Leben als Ultra-u. Extremradsportler meine langjährige Karriere zu benden.                                                                                                                                               Ich habe viele schmerzhafte Verletzungen in dieser langen Laufbahn als Ultraradsportler erlitten, aber jede einzelne davon war es mir Wert, und hat mich zu dem gemacht was ich heute bin. STARK u. SELBSTBEWUSST in Körper und Geist.   Ich bin jetzt einfach nicht mehr so spritzig, furchtlos, fink und abgezockt wie noch vor 5  Jahren z.B. was ich seitdem jedes Jahr immer mehr gemerkt habe.                   Ich bin nicht mehr so unerschrocken, und total postitiv eingestellt egal was sich mir mental in den Weg stellt.                                                                                                                  Ich habe meinen Seelenfrieden in diesem Sport gefunden. Bin satt auf der Jagd nach Erfolgen und muß mich für nichts rechtfertigen was ich in diesen 20 Jahren getan oder auch nicht getan habe.                                                                                                        Ich war immer fair und sportlich gegenüber allen Konkurrenten, und habe sie stets respektiert und geachtet. Meine Meinung die ich immer wieder gesagt habe war meine spezielle Wahrheit und keine Heuchelei was so manchem nicht gefiel.Ich war immer ehrlich vor allem zu mir selbst.So sollten alle sein denke ich!                               Ich brauche jetzt Abstand, will mir für mich mehr Zeit nehmen, und mich einfach mehr um mich kümmern. Ich will jetzt das Sportgerät Fahrrad endlich geniesen lernen.                                                                                                                                                 Ich bin nicht unglücklich, könnte aber glücklicher sein. Aber ich bin froh das jetzt alles vorbei ist. Ich bin sehr froh das ich diesen Weg endlich gehen kann. Ohne das ich einen Gedanken in mir spüre der mir sagt ich hätte etwas nicht getan oder geschafft, oder das ich etwas vermiße, und mich endlich auch auf das richtig freue was jetzt hoffentlich auf mich wartet.                                                                                      Ich habe das Gefühl das ich einfach nicht mehr alle Waffen in mir spüre um erneut in das körperlich brutale Schlachtfeld Ultrasport-Radsport zu ziehen. Mich dort so verteidigen zu können so das es für mich keinen gesundheitlichen Schaden nimmt, und mich weiterhin TOP unterwegs und erfolgreich sein läßt.                                        Es hat mir sehr viel bedeutet all diese unzähligen Rennen gefahren zu sein, und dabei immer neue Maßstäbe im Handicap-Radsport setzte.Ich habe mich noch mit fast 60 Jahren gegen Gegner behaupten können die meine gefühlten Söhne hätten sein können, und werde jetzt ungeschlagen und dem zufolge als unschlagbar abtreten.                                                                                                                                            Die ersten 15 Jahre habe ich jährlich zwischen 6-8 richtig harte Herausforderungen gerne angenommen weil ich es einfach konnte, und auch bewußt wollte. Letzt endlich haben mir diese Mammutaufgaben meinen innersten AKKU so zerstört und ausgesaugt das er sich nicht mehr aufladen läßt wie ich das gerne hätte.                Eine Kalaschnikov deren Rohr durch Dauerfeuer überhitzt wurde, so wurde mein Körper durch die letztlich anhaltenden Dauerbelastungen überhitzt. Ich bin es leid mich und meine Seele zu jagen, die Zeit zu jagen, und meine Räder über die Strassen zu jagen nur um das Ziel zu erreichen immer noch der schnellste Handicapper der Welt und der Langstrecke zu sein und zu bleiben den es je auf der Ultrastrecke gab und noch lange geben  wird.                                                                    Dem Wahnsinn der immer schwieriger und brutaler  werdenden Strecken werde ich mich nicht mehr aussetzen. Mich tagelang ohne richtig zu schlafen die schnellesten Abfahrten mit über 80-90km/h, vor allem auch bei Nacht hinunter zu stürzen und dabei oft genug nicht einmal mehr kognitiv auf bestem Niveau gewesen zu sein.Total übermüdet!! Bei dem der kleinster Fehler, die kleinste Unachtsamkeit den Tod für mich hätte bedeuten  können.                                                                             Um dies überhaupt durchstehen zu können mußte ich mich zwischen 25000 – 30000km jährlich auf der Kommandobrücke Bike aktiv befunden haben um im Ziel nicht wie so mach anderer auszusehen als würde ich gerade ausgekotzt worden sein. Morgens fing alles erst einmal damit an meinen Ruhepuls zu messen um zu sehen ob sich keine Krankheit anbahnt. Wert 28-32 in der Minute war immer mein Idealwert. 5 Schläge darüber war ein Zeichen einer sich schon innerlich anbahnenden Infektion.Normalsterbliche haben hier mehr als das doppelte. Auf die Bikes steigen und Stunden machen war immer mein Trainingsziel.Runter vom Bike und 1h dehnen nach allen Himmelsrichtungen. Essen und warten auf den nächsten Tag um den selben Sch…. wieder zu vollziehen. Zwischen den Saisonpausen materielle Sponsoren suchen was schon auf der Eurobike angefangen hatte und meist bis in den November dauerte weil es eben nicht anders ging. Meine Sponsoren ständig pflegen weil sie es verdient haben nachdem sie in mich ihr ganzes Vertrauen und Hightech Material steckten.Nach 4-6 Wochen wohlverdienter Pause das erneute Spiel Vorbereitung 15000km dann in der Wettkampfphase noch einmal 10000 – 15000km. Ich könnte noch viel mehr schreiben aber ich weiß nur etwas! Ich hab das immer gerne getan weil es trotzdem schön war. 200 Watt Leistung war immer meine minimal Anforderung an mich selbst auch bei Regenerationsfahrten wenn ich aus der Vorbereitung kam.Das war mein Grenzbereich den ich tagelang fortwährend abrufen konnte ohne gesundheitlichen Schaden zu nehmen.Und diese Zahl war stets von meinem Körper gefordert und das Tage.-und Nächte lang nonstop wenn ich im Einsatz war!

JETZT NICHT MEHR !!!

Liebe Blog-Freunde die mich weltweit auf dieser Seite verfolgten, und hoffentlich weiterhin verfolgen.

ES IST JETZT SCHLUSS DAMIT !

Vor Wochen habe ich so etwas schon auf Facebook verkündet.Dies war mein schwerster Blog-Beitrag den ich seit bestehen dieser Seite veröffentlichte. Vor 10-15  Jahren noch war es einfacher eine 1000km Distanz, oder mehr in Angriff zu nehmen.

Heute ist es wirklich so das du auf diesen 1000km Strecken nahezu mit Vollgas richtig ran mußt, nicht mehr eine gewisse kleine Zeit hast eine noch so kurze Pause zu machen ohne in Bedrängnis zu kommen deine Top Position zu verlieren.Vor allem in diesem Alter ist das ein Wahnsinn.Freunde in diesem Sport hast nur sehr wenige, vor allem als Handicapper!Freunde die mit dir leiden wenn du fast am Ende bist vor allem wenn es 2 Nächte und mehr nonstop heißt ein Tier zu dir selbst zu sein gibt es heute kaum noch. Es hieß letztlich möglichst immer nur im Vollgas Modus agieren zu müssen.

Mit über 60 Jahren kann ich das einfach nicht mehr so angehen wie es Sinn hätte für mich.Ich kann körperlich keine Vorbereitung mehr durchstehen die diesen Umfang vom Kilometern abzuleisten für mich möglich macht bevor ich überhaupt in ein erstes Langstrecken Race gehen könnte,um dann noch eine bis zu 10000km Top Rennsaison abzuliefern, oder durch zuhalten.Ich war ein Ultrasportler der stets Bestleistung erbringen, und immer neue Streckenrekorde abliefern konnte, und nicht einfach mitschwimmen wollte in einem Feld das immer größer wurde.Mit schwimmen kann jeder, aber das wäre nicht ICH! Meine Motivation war immer die schwerste für mich selbst.Ich muß feststellen das ein sehr schnelles kommen und gehen von angehenden Ultrasportlern dieser Disziplin stattfindet die es jedoch  erfahrungsgemäß nicht länger als max. um die 5-6 Jahre durchhalten bis ihr Pulver verschossen ist.Vorausgesetzt sie setzen ihren Körper dem Maßstab aus wie ich das getan habe.Andere sind sogar nach 3-4 Jahren wieder weg vom Fenster und verbrannt.Ich muß auch feststellen das diese 20 Jahre eine sehr schnelle Zeit für mich war die ich überhaupt nicht richtig genießen konnte weil ich immer wieder nur an neuen Rekorden und Siegen interessiert war wie ein Raubtier das Beute suchte!!!Immer wieder auf der Suche nach noch brutaleren Einsätzen war.                                                                                                                                    Wenn man nach dem ersten richtigen Erfolg einfach zu gierig wird, wird das ein sehr schweres Leben als Radsportler in dieser gesundheitlich, risikoreichsten und hoch gefährlichsten Spitzendisziplin Ultra-Radsport!!Du wirst auch etwas Pressegeil! Das muß man aber auch um seine Sponsoren auch in der Fachpresse postionieren zu können.Aber zum Glück wurde ich, denke ich  nicht arrogant und überheblich weil ich privat einfach meine Ruhe wollte. Du hast irgendwann ein Problem wenn du das nicht in die Waage bekommst!

Ich hatte in den letzten Jahren so das Gefühl als müßte erst etwas schlimmes passieren bis diese Sportart ihren ersten Verlust durch körperlichen Exetus erleidet weil sich einige so überschätzen, dass das für den Körper irgendwann nicht mehr zu verkraften ist. Die Veranstalter tun ihr übriges dazu die Strecken immer rücksichtsloser zu gestalten bis es irgendwann zu spät ist.Es zählt nur noch brutaler,brutaler, und brutaler muß die Steckenführung sein oder werden. Auf eigene Gefahr heißt es welches man mit seine Unterschrift zur Anmeldung dieser härtesten Rennen der Welt unterschreiben muß, will man an den Start gehen. Jeder unterschreibt vielleicht irgendwann sein Todesurteil auf Raten ohne das es ihm oder ihr überhaupt bewußt wird.Irgenwann liegt ein Teilnehmer im Graben und wird sterben. UND DANN! Ich habe die zweite fast tödliche Erfahrung machen können und werde diese bewußt nicht noch einmal heraus fordern. Ich war dabei dem Tod weit aus näher als dem Leben was andere so einfach auch mal schreiben. Von Nahtod Erfahrung wird da geschrieben.Nahtod Erfahrung bedeutet nicht eine Unterkühlung oder eine Verletzung die dich erst mal flach legt nur weil man vielleicht mal einen Tag im KH liegen muß.

Dieses Wort Nahtod bedeutet den dunkelsten Tunnel schwerelos durchfliegen zu müßen. Das ist weder ein Spaß noch eine kleine imposante Geschichte um sich in der Öffentlichkeit Aufmerksamkeit zu verschaffen.

Zuerst Schlaganfall 1997 und dann Intensivstation im Mai letzten Jahres nach einem eigentlich harmlosen 400km Vorbereitungslauf den ich fast mit dem Leben bezahlt hätte durch ein akutes Nierenversagen und einen beginnenden lebensbedrohlichen Muskelzerfall.Das sind solche Erfahrungen bei denen man sein Leben lassen kann, und danach anfängt nach zu denken was man da überhaupt macht.So etwas läßt sich u.a. sehr schnell nicht mehr rückgängig machen wenn man nicht das Glück hatte wie ich.

Meine aerobe und anerobe Schwelle fingt an sich zu senken, zu stagnieren und sich nicht mehr zu erhöhen. Das ist ein eindeutiges Zeichen eines Körpers das er jetzt am absoluten Leistungslimit ist und sich nichts mehr herauskitzeln läßt. Auf jeden Fall nicht mit legalen Mitteln.Ich wollte und mußte jetzt eine Entscheidung treffen! In Zukunft als potenzieller Verlierer weiter zu machen oder als wahrer Champion abzutreten. Auf der absoluten Höhe seines Schaffens in dieser Radsport Disziplin!Was zwar schwieriger ist, aber auch stolzer macht als wenn du langsam zum Verlierer wirst und so einen negativen sportlichen Makel und Beigeschmack für dich selbst hinterläßt.Mich praktisch damit selbst zu demontieren was ich 20 Jahre mit Körper und Geist erkämpft und aufgebaut hatte, und was meine Gegner wohl sehr gerne ausgenutzt hätten um sich dann im gleisendem Licht als Weltrekord.- und Titelkiller zu profilieren Ich habe diese Entscheidung getroffen und nicht weil ich etwa Angst hätte mal nur zweiter zu werden was bedeutet ich bin der erste Verlierer !!NEIN.

ES IST JETZT SCHLUSS UND ICH BIN AM ZIEL ANGELANGT WO MAN SAGEN MUSS ADE!! AB JETZT GIBT ES KEINEN TRAINGSPLAN MEHR DER MIR DIE HÖLLE HEISS MACHT, UND MIR EIN SCHLECHSTES GEWISSEN BEREITET WENN ICH MAL NUR EINE EINHEIT AUSLASSEN MÖCHTE WEIL ES MIR EINFACH ZU ANSTRENGEND WIRD !! ES IST SCHLUSS JETZT IMMER WIEDER DEN BEKANNTEN WEG IN DIE HÖLLE DER SCHMERZEN ZU FAHREN!! WENN ICH JETZT KEINEN BOCK HABE BEACHTE ICH MEINE BIKES EINFACH NICHT UND MACHE AUCH MAL GAR NICHTS!

Schluss in einem Feld unterwegs zu sein das auch schon mal den ein oder anderen bewegt nicht so unterwegs zu sein wie man es dem Reglement nach machen muß.Nur um ganz vorne zu sein und dafür nicht mal eine Siegprämie zu bekommen.                  Hier zählt offenbar nur noch der Ruhm eines Gladiators der im Koloseum siegreich überlebt hat. Ich habe das in den letzten Jahren mehrfach selbst sehen können bzw. mein Begleitteam oder andere Teilnehmer die mich informiert hatten nachdem ich im Ziel angekommen war wie sich unsupported Fahrer auf der Strecke gerne supporten ließen von eigenen Leuten oder von anderen Teams während ich mich in Discountern an der Strecke an der Kasse angestellt habe um mir etwas essbares oder trinkbares zu besorgen um meinen Körper wieder Energie zuführen zu können. Das alles während die Zeit unaufhaltsam gegen mich lief.Diese so verlorene Zeit immer, und immer wieder mit unglaublichen Kräften einfahren mußte.Diese wohlwollenden – so nenne ich sie jetzt mal – Teams haben geholfen andere zu erniedrigen die Regel konform unterwegs waren, und sie haben damit nicht geholfen aus einer Not heraus den Sportlern zu helfen was eine ganz andere Geschichte wäre.Wenn ich schon eine mehr als 1000km Strecke nonstop und unsupported angehe sollte ich diese auch unsupported beenden können.

Das ist einfach eine sportliche  Ehrensache!Sonst lasse ich das einfach aus sportlichen und charakterlichen Gründen.Das ist wie Doping nur noch schlimmer und perverser.Man bescheißt sich, den Veranstalter und das ganze Feld. Ein Veranstalter kann nicht tausende von Kilometern überall sein und dass wird bewußt das ein oder andere mal schamlos ausgenutzt wo immer das möglich ist!

SO ETWAS FINDE ICH EINFACH ZUM KOTZEN !!!

Das ist einfach nicht sportlich gegenüber den anderen und gegenüber sich selbst. Ich  verstehe nicht wie man das mit sich und seinem Charakter vereinbaren kann. Ich könnte mich nicht im Ziel als Sieger zur Schau stellen, obwohl ich wüßte das ich nicht fair gegenüber allen anderen gefahren bin.Die bei der Siegerehrung neben mir stehen würden und ich mich als Sportler ehren lassen würde der angeblich sein bestes gegeben hatte. Mein Gewissen alleine stände mir dafür mein Leben lang negativ dankbar gegenüber, so nenne ich das mal feinfühlig.So möchte ich mich auch nicht mehr mit anderen messen.Was allerdings nicht mein Hauptgrund für diesen Schritt ist welchen ich schon oben erwähnt habe.Das muß letztlich jeder selbst mit sich klären können.

Ich muß das hier einmal ganz deutlich angesprochen haben! GANZ DEUTLICH!!!Ich bin jetzt angekommen!An einem langen Weg dessen Ende immer nur etwas war: Das Ziel! Das war immer mein Weg den ich jetzt beendet sehe und fühle. Für mich war in den letzten Jahren nicht mehr der Weg das Ziel, sondern das Ziel der Weg was sich noch viel anstrengender angefühlt hatte. Bei weitem!!

Ich werde hiermit meine Radsport-Karriere beenden, und zwar so das es weder ein erneutes Comeback wie nach meinen zwei schweren Verletzung, noch durch eine Wort.- oder Satzwahl bzw.Formulierung tun um mir irgend eine Hintertür offen zu halten wieder zurück zu kommen.Ich bin ein Mensch der klaren Worte, der Wahrheit und eines Charakters der zu seinen Worten steht!Ich habe diese Entscheidung nur mit mir, meinem innersten ICH, und meines Körpers selbst besprochen. Dazu brauchte ich in den letzten Monaten jede Woche, jeden Tag und jede Stunde und Minute, und mich beschäftigte dies ständig im Alltag – permanent! So wie mich im Rennen immer nur eins beschäftigte – erfolgreich zu sein.Eines morgens wachte ich auf und wußte heute ist dieser Tag gekommen an dem du diesen Schritt gehen wirst. Diesen Zeitpunkt habe punktgenau genutzt und gefühlt.Ich habe ihn einfach genutzt weil ich wußte das ist er-JETZT!!Ich habe keinen Gedanken gehabt das ich etwas falsches getan habe was ich im nachhinein hätte bereuen müssen.Ich war dabei richtig cool drauf und voll überzeugt das ich jetzt diesen Schritt gehen möchte.Das dies gerade in Norwegen war, meinem lieblings Reiseziel war für mich noch schöner und erleichterte mir das sehr.       Auch jetzt hat sich dies nach mehreren Monaten nicht geändert.Ich fühle heute noch wie mir ein Berg von Steinen vom Herzen gefallen ist der mich zu erdrücken drohte.

ICH HABE GENAU DIESEN PUNKT FÜHLEN KÖNNEN,WAHR GENOMMEN UND DEN ENTSCHLUSS GENAU ZUM RICHTIGEN ZEITPUNKT GETROFFEN !! EIN TIMING WIE IN EINEM TAKTISCH SOUVERÄN GEFÜHRTEN RENNEN!

Gott sei Dank vielleicht!

Und das ist einfach erlösend für mich.Durch diese ständigen Einschränkungen und Entbehrungen in dieser Radsportdisziplin ist meine Lebensqualität immer kleiner geworden.Ich bin gesättigt mit allem was diesen Sport ausmacht. Medallien,Pokale,Presseberichte u.u.u.die mich in den höchsten Tönen gelobt hatten.Meine Gedanken entfernten sich in kleinen Raten einfach immer mehr von der Hauptsache und meinem Hauptziel RADSPORT. Es war auch der ständige Gedanke wieder einen Schlaganfall zu bekommen wenn ich meiner Seele die Zügel zurück gebe die ich durch diesen Sport gelernt habe fest in Händen zu halten über 20 Jahre lang .Das wollte ich einfach nicht riskieren.Ich habe jetzt mit mir Frieden geschlossen und das ist sehr gut so für mich persönlich. Der 20 jährige Krieg in mir ist jetzt endlich zu Ende gegangen!Als Handicap-Radsportler in dieser Disziplin zu bestehen, und um das 20 Jahre lang durch zu stehen gehört ein ewig andauernder starker Atem der nicht enden oder flacher werden darf.Er ist jetzt zwar nicht zu Ende gegangen, zum Glück, aber er ist jetzt spürbar flacher geworden. Das kann ich jetzt fühlen und auch respektieren.

20 Jahren habe ich die wohl schwerste und intensivste  Disziplin im Radsport betrieben. So betrieben wie es noch kein Handicap-Radsportler der Welt vor mir geschafft hat. 20 Jahre lang habe ich mein eigenes Level immer wieder gesteigert und mein Körper hat dabei unglaublich abgeliefert.Er hat mir gehorcht das es wundervoller und schöner einfach für mich nicht sein konnte. Seit 20 Jahren hat mich kein anderer Handicapper außerhalb eines Verbandes oder des DBS ( Deutscher Behinderten Radsport ) auf den Ultrastrecken Europas schlagen können. Weder bei über 1000km Distanzen noch bei 12 oder 24h Races.Nicht einmal bei einer CC-EM die eine absolute Kurzstrecke war mit gerade mal 20km. Jetzt ist es zu spät, denn es wird mich niemand mehr als Konkurrent in dieser Kategorie Handicap fürchten brauchen, und es ist auch zu spät mich jetzt noch offiziell schlagen zu können. Dumm gelaufen für diejenigen die mir 20 Jahre aus dem Weg gingen wenn es welche gab. Und da gab es weiß Gott etliche, und dabei waren s.g. hochdotierte die sich heute noch als Maß der Dinge im Handicap-Radsport zur  Schau stellen. HEUTE NOCH!                                                                                                                Gegen mich sind das sehr schwache Schlusslichter einer ganz speziellen Disziplin  Radsport.                                                                                                                                             Es wird in den nächsten Jahrzehnten wohl auch keinen geben der so lange durchhalten wird, so viele int. Titel (10) und schon nicht mehr gezählte Streckenrekorde einfahren wird. Um die von mir hinterlassenen riesigen Fußspuren ausfüllen zu können bedarf es Mut, sehr viel Mut,Stärke und Mentalität und vor allem Charakter um sich solchen mörderischen Szenarien in diesem Bereich Ultra und Extrem zu stellen.Das immer und immer wieder 20 Jahre lang, Tage und Nächte hintereinander nonstop! Um diese riesigen Fußspuren aufzuzählen würde meinen Blog sprengen. Aber wer meinen Blog ständig verfolgt weiß das!Vorgelegt auf Strecken die es heute schon nicht mehr gibt.Auf den Ultrastrecken, den Marathon-Langdistanzen 12 u.24h Veranstaltungen und sogar bei meinen CC EM Einsätzen u.u.u. Als komplettester Radsportler im Metier Handicap wurde ich schon in der Fachpresse betitelt.Als das beste Pferd im Stall wenn es um die Ultraszene und Handicap ging.Mit den großen der größten habe ich an der Startlinie auf den Startschuß warten dürfen was mich immer so glücklich und auch Stolz gemacht hat.Mit Sportlern wie Marcel Kittel in einem Promotion EZF bei der Deutschlandtour 2007 in Fürth war ich gestartet, und dieses EZF im Mannschaftswettbewerb mit gewonnen habe ( Team Giant Germany).Wie ich mit Olympiasiegerinnen wie Paola Pezzo bei Marathons in Italien als Cannondale Werkspilot fast 8 Jahre unterwegs war.Mit Jan Ostergaard dem besten Marathonfahrer (MTB) in Mitte der neunziger Jahren die steilsten Berge bestraft habe.Mit Hanka Kupfernagel und Rudolf Scharping dem Präsidenten des Bundes deutscher Radfahrer im VIP Bereich bei der Straßen WM in Stuttgart 2007 gesessen bin als ich nach dem Vorrennen der WM Straßendisziplin in den VIP Bereich eintreten durfte und verköstigt wurde wie die ganz Großen des Radsports .Und als ich mit den ganz großen des Ultra-Radsports kleine Small Talks gehalten habe wie Wolfgang Fasching beim 12h Race in Griffen (A) und Juri Robic bei seinem letzten Eurobike Besuch ( leider ist er dannach bei einer Trainingfahrt und einem Unfall am 24.9.2010 verstorben). Zu dieser Zeit war ich mit Werksunterstützung von Giant Germany unterwegs.Oder mir Jens Vogt am Mannschaftsbus nach meinem siegreichen EZF  im Schwarzwald seine Signatur auf meinen Helm abholen durfte.

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Stefan Denewill und ich bei einem unserer ungezählten Terminen. Hier hole ich gerade mein umgebautes Bianchi Oltre 1 Sturmgwehr für die schnellen Straßen in Kronach ab!

Im Team Bike Center Dressel Kronach das mich nahezu über die ganzen Jahre mit seiner Kompetenz rund um meine Rennmaschinen technisch wie auch beratend unterstützt hat. Mich weiter gebracht hat durch seine Unterstützung, und immer wieder ein zu Hause als Fahrer mit Werksunterstützung z.B. bei den großen Herstellern wie Cannondale und Giant bekam, und damit mit dem besten Material ausgestattet wurde um meine Ziele zu erreichen die ich letztlich auch bravorös erreicht habe.

Ich denke da speziell an unser Meisterstück 2009 beim Styrkeproven in Norwegen. Als damals eine Sonderwertung ausgeschrieben war dieses Straßen-Langstreckenrennen von Trondheim nach Olso über 540km mit dem MTB zu fahren.Ich startete hier mit der fast gleichen Übersetzung wie bei meinem Rennrad mit 53-11 und flog allen davon in Streckenrekord -MIT DEM MTB :-)!! Das war so geil.

Ich hoffe natürlich diese Zusammenarbeit wird jetzt auch im Radreisesektor irgendwie weiter gehen.Jetzt zum Schluß auch ein deutscher Hersteller ( GHOST) sein Vertrauen in meine Fähigkeiten die letzten beiden Jahre gesetzt hatte.Sie sahen wie ihr Material auch den härtesten Ansprüchen erfolgreichen Wiederstand geleistet hatte.Viele Sponsoren an meiner Seite wußte, das ich mir sogar den Luxus erlauben konnte dem ein oder anderen auch schon mal eine Abfuhr zu geben weil er menschlich nicht das ausstrahlte was ich mir vorstellte. Allen den Sponsoren die mich in diesen 20 Jahren so eindrucksvoll mit dem Besten vom Besten versorgt hatten das ich nahezu 100% ohne einen nenneswerten materiellen Ausfall durch diese lange Sportzeit kommen konnte hier und heute meinen aufrichtigsten Dank vom ganzen Herzen.Ich bin vor allem EUCH sehr sehr dankbar.Ihr habt mich mit zu dem gemacht was ich geworden bin.

Das ist eine Zeit die ich natürlich sehr sehr vermissen werde.

Ich denke an die Zeit wie ich die Sonne in die Nacht begleiten konnte weil mein Herz das zuließ wärend ich Tage und Nächte von der Uhr gejagt wurde wie ein reutiger Hund. Über den Asphalt oder durch das Gelände hetzte. Wie ich unter mir die Straße von der Zukunft über die Gegenwart in die Vergangenheit fliegen, und fühlen durfte.Wie ich Schmerzen erleiden mußte, und auch durfte und wollte, wenn Sehnen und Muskeln so an den Knochen rieben das die Hölle der Schmerzen nur ein Spielplatz sein konnte. Das Leben schrieb wunderbare Geschichten für mich. Ich, der den Radsport seit meinem Schlaganfall mit Liebe als Handicapper ausgeübt und geprägt hatte ist das das schönste Geschenk das er mir, damit meine ich meinen Körper und meinem Herzen je machen konnte. Alle Facetten dieses schon fast unmenschlichen Sports habe ich kennen lernen dürfen.Mein Körper war sehr oft ein einziges Schlachtfeld im Ziel das der Schmerz immer wieder dirigierte.Ich hatte am liebsten ein Dreckstück in meiner Trikottasche, und den Schlaf als meinen größten Wiedersacher.Mein Vorbild war am Ende immer mein Spiegelbild das mir am nächsten Morgen ein lächeln als Dank zurück gab, und mir dabei sehr oft die Tränen aus den Augen liefen. Spätestens da wußte ich es war und ist wundervoll gewesen.Einfach vor Glück so weit gekommen zu sein. Mit eiserner Disziplin, ohne einen Trainer,ohne spezielle Ernährung zu mir zu nehmen!!Oder,irgend etwas in mich hinein zu stopfen weil es gerade mal IN war.Die 7-8kg die ich mir während der 6 wöchigen Sportpause angefuttert hatte in 4 Wochen wieder aus meinem Körper verjagen konnte ohne Diäten und nur mir speziellen Trainingseinheiten.Sondern nur so wie ich es für richtig hielt oder es mir mein Gefühl vermittelte!Ich hatte nie eine Gegensprechanlage am Körper und mußte mich mit allem selbst verteidigen was mich psychisch oder physisch zermürben wollte. Während der langen Nächte im Sattel, um mir nur die Stille die oft genug gespenstisch wirkte und mir permanent zusetzte.Hab gegen die Schlafdefizite gekämpft wie ein Stier wie sie gegen die Toreros in Spanien kämpfen müssen.Nur mit einem Unterschied, das ich diese Kämpfe überlebt hatte.Ich habe allem wiederstehen können auch wenn das unmenschlicher war, als das was ein normaler Sportler durchleben muß.DSC00039

Paris – Brest – Paris 2007 bis hier hatte ich 2 Tage und 2 Nächte nicht geschlafen und nur getreten,getreten und getreten.Dabei habe ich die Kette über das Kettenblatt und die Kassette gejagt wie es übler nicht gehen konnte.Mein Blick war so leer, und mein Glück zu diesem Zeitpunkt noch mehr als 400km entfernt. Aber es wartete schon im Ziel in Paris auf mich was ich hier noch nicht wußte.Der erste Handicapper der Welt nach über 100 Jahren sollte ich sein der hier das Ziel nach 1228km und 46h Dauerregen und teilweise starken Winden bei gerade mal 6h Schlaf insgesamt nach 78:02h und ohne Begleitteam erreichte.Das härteste Wetter bis heute das man bei diesen Race durchstehen mußte und hatte das auch mit bravour geschafft.

 

                            RAG 2018                      Brevet 2019                   PBP danach 2007

Auch meiner Frau Regina möchte ich das jetzt nicht mehr antun. Ständig an mich denken zu müssen, oder Angst um mich zu haben wenn ich nächtelang ohne sie in einem Petrolcar schützend abgeschirmt hinter mir zu wissen unterwegs war. Den besoffenen Discorasern bei Brevets schutzlos ausgeliefert gewesen zu sein und immer mitten in der Nacht die Angst im Kopf zu haben ob mich das Auto das ich hinter mir um 3 Uhr morgens kommen wußte und hörte auch sieht, oder mich in den Tod schleudern würde, und dabei stets das Glück des Tüchtigen hatte.Dies letzlich nur für mich allein getan habe. Nur das sind die richtigen Gladiatoren und Titanen dieses Sports, oder ein Stier auf dem Bike. Die das nicht aus kommerziellen Gründen tun.Auch heute ist das genauso und immer noch beim Race Across Amerika ( RAAM ),dem härtesten der harten Races dieses Planeten.Nur dieses RAAM war nie mein wirkliches Ziel weil ich mich wegen eines Rennen nie verschulden wollte.Kosten um die 50000.- – 70000.-€  je nach Teamgröße!!! Und die ehrenhafte RAAM ist das Bild das jeder Radsportler haben muß und nicht das Geld oder der Kommerz.

Ich wußte auch das dieses Race nie an mir spurlos vorüber gehen würde da ich Realist bin, und genau wußte wann es genug ist und der Groschen schon gefallen wäre bevor das Spiel begonnen hätte.

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RAG 2018 bei der Zielankunft in Garmisch – Partenkirchen nach 1111km und 54.5h nonstop, und so glücklich alle gesund um mich zu wissen! Das war mir zuerst das wichtigste bei diesem Einsatz.Alle in meinem Team sind für mich dabei ans absolute Limit gegangen und haben meine Launen einfach geschluckt.Mein letzter wirklich großer Triumph auf diesen mehr als Tausend Kilometer Strecken den ich mit gleich 2 Weltrekorden als Handicapper beenden konnte.Was ist da eine RAAM – Qualifikation? So etwas konnte mir kein einziger WM oder EM Titel vermitteln. Nur die mehr als 1000km Distanz nonstop waren das was wirklich zählte für mich!

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Mein ganzes Dream Team für dieses RAG 2018 das ich nie vergessen werde!       Regina -Julian – Lisa und ich von li. nach re. Natürlich gehörte unser Knaus Sky Wave 650 MF auch dazu 🙂 !! Auch hier noch einmal mein herzlicher Dank an KNAUS in Jandelsbrunn für dieses Begleitfahrzeug. Für euer aller Vertrauen in meine Worte und Ziele die ich erfühlt habe. Sie sind alle meine persönlichen Weltrekordler, und ich liebe dieses Foto ganz besonders.

Ich bin jetzt so Müde das ich froh bin das alles vorbei ist.Froh bin das das Vorbereitungspensum der Geschichte angehört. Froh bin das ich jetzt nicht mehr MUSS sondern nur doch KANN, DARF oder WILL wenn ich überhaupt MÖCHTE aufs Rad zu steigen. Mich mein eigens erstellter Trainingsplan den ich über Wochen für jede einzelne Saison selbst ausgeklügelt hatte nicht mehr geiselt oder mir täglich das vorgibt was ich die letzten 5 Jahre schon an Motivation verloren hatte. Mein Trainingsplan nicht mehr meinen Alltag diktiert.Ich brauchte nie Motivationstrainer oder Trainingspläne die mir irgend jemand aus der Ferne erstellte. Meine Erfolge sind aus meinen 100% igen eigenen Kräften in Seele,Geist und Körper gekommen An Heiligabend und Weihnachten muß ich nicht mehr auf mein Rad steigen während andere mit ihren Lieben Weihnachten feiern! Für mich war das immer erst nach meinem Training der Fall. Hier danke ich meiner Seele die mir diese immer wieder zu abhanden kommende Motivation karrenweise in den Geist zurück brachte.Und welche Frau hat dafür immer Verständnis gezeigt, MEINE FRAU!

Und das 20 Jahre lang !!

Aber mir mein Körper am 3.5-4.5.19 unmißverständlich, und endlich zeigte das er jetzt nicht mehr das wollte was ich wollte, sondern einfach nicht mehr dieses Martyrium Schmerzen ohne Ende zu liefern bereit gewesen war.Mein Körper wollte sich nicht mehr gefühlt für mich auflösen.So weit habe ich ihn bringen können!

Ich fuhr mich fast Tod und merkte das nicht einmal so viele Nehmerqualtäten hatte ich meinem ganzer Körper schon anerzogen! Und das bei einem nur kurzen 400km Brevet als Vorbereitung für die Saison 2019! Ich brach 2h nach dem Zieleinlauf einfach zusammen weil sich mein Körper aufgeben wollte.Ich hatte danach den Gedanken als ob er sich das 2h überlegt hatte und dann diesen Schritt gewählt hatte weil ich ihn nicht erkennen oder erfühlen wollte.Wieso hatte er das sonst nicht gleich nach der Zieleinfahrt getan?Er  wollte diese Martyrien nicht mehr. Er hatte nach diesem Einsatz 2h gegen diese Anstrengungen angekämpft ehe er einfach nicht mehr kämpfen wollte.Ein Muskelwert von 3600, normal sind 800 machte meinen Körper fast funktionslos. Nahezu 450% über meiner normalen Leistung hat er über gut 20h gebracht und abgeliefert, und das NUR bei einem Vorbereitungslauf. Ich, der 110%ter wurde zum 450% Prozenter ohne es bewußt zu wollen, und hatte total überrissen, es so übertrieben das ich fast gestorben wäre.Dies zeigte der Creatinkinase Wert auf der Intensivstation.

Das Enzym Creatinkinase (Kreatinkinase oder auch CK, CPK, U/I) genannt wird ist für den Energiestoffwechsel der Muskelzellen wichtig. Werden die Zellen geschädig, besteht ein hoher Verdacht auf Schäden an der Skelettmuskulatur oder am Herzen direkt der auch einen tödlichen Ausgang haben kann. Bei mir waren die Nieren total ausgefallen. Eine totale Überbeanspruchung meiner Muskulatur durch Anstrengung, aber vor allem durch die sehr schlechten Wetterbedingungen bei diesem Brevet mit Kälte,Regen,Graupelschauern und starkem Wind.Ein beginnender Muskelzerfall!!Und das obwohl ich um die 5-6 Liter Flüssigkeit während dieser Zeit zu mit genommen hatte.Meine Nieren haben sich förmlich verklebt.

Ich hörte meine Frau und meinen Sohn meinen Namen rufen während ich schon im Tunnel unterwegs war in dem am Ende ein Licht brennt . Ich fand in diesem letzten Tunnel die richtige Tür von vielen noch einmal zurück zu kommen, und möchte das jetzt nicht mehr so erleben müssen!

Es ist jetzt Zeit diesem Sport ADE zu sagen mit Trauer aber auch mit Freude. Mit Trauer weil ich in diesem Metier Freunde,Glück vor allem aber wieder zu mir finden konnte nach der Nahtod Erfahrung Nr.2 seit meinem Schlaganfall 1997.Mich dieser Sport wieder hoffen ließ ein Leben zu führen das es für mich wieder lebenswert werden ließ. Ich durch diesen Sport wieder Stark wurde wo andere schon meinten es wäre vorbei mit meinem normalen Leben. Aber was ist normales Leben fragte ich mich immer. Die Antwort erfuhr ich nur durch diese Fotos:

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Zwei meiner schönsten Fotos die meine Frau von mir geschossen hatte!Mein Sturmgewehr und ich für die schnelle Straße als Einheit vom Start bis ins Ziel.

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Die schönsten Stunden für mich waren die Stunden bei denen ich dem Schmerz den Mittelfinger zeigen konnte und meiner Seele in den Hintern getreten habe wann ich das für nötig befand, und wann ich das wollte !!

Fussballspieler können diese Phasen auf der Ersatzbank aussitzen wenn sie dem Druck, der Müdigkeit dem harten Training oder den Schmerzen nicht mehr stand halten können, aber für Radsportler gibt es keine Ersatzbank!Wenn man die bekannte Leistung nicht mehr bringen kann, kann man das im Radsport nicht verstecken denn hier stehst du im Fokus als Einzelathlet und nicht als Mitglied eines Mannschaftssports wo man auch mal die Zügel lockerer lassen kann ohne das dies gleich bemerkt würde. Wo andere für dich mitlaufen.Monate lang habe ich mich damit befaßt, aber ich bin einfach leer in allem was ich in mir habe und kann mich auch deshalb nicht mehr so motivieren das es Sinn hätte weiter zu machen. Viele Sponsoren finden es schade das ich nicht mehr da sein werde, das bewegt und rührt mich sehr, aber nur deswegen kann ich einfach nicht nochmal den Lenker so in die Hand nehmen das ich wieder Top unterwegs sein kann. Das würde mir keinen Spaß mehr machen und anderen auf die Dauer auch nicht.

Ich danke hier einigen Sponsoren die mich aber trotzdem weiterhin in einem etwas geringeren Umfang unterstützen werden. Vielen Dank euch da draußen 🙂 !!

Täglich wollte ich auf diesen Sportgeräten RR-MTB-HT die Welt retten!Ich wollte anderen Menschen mit Behinderung zeigen das es auch anderes geht. Keine Tabletten massenweise in sich hinein zu stopfen nur um gemüdlich auf dem Sofa auf den Tod, oder auf den nächsten Stoke zu warten, oder sich selbst zu bemitleiden. Tausende von Kilometern hinterlies ich feuchten Asphalt hinter mir durch meinen eigenen Schweiß. Tausende Kilometer hinterließ ich feuchten Waldboden mit dem MTB. Ich tat das nur für mich und mein Wohlbefinden.sportograf-105344727

Bei Marathons, 12 u. 24h Races in der Natur nur um meiner Seele das zu geben was sie sich nach dem Schlaganfall so wünschte von mir – einfach Ruhe finden vor einer Seele die Trauer trug, ruhig werden vor dem was mich täglich immer wieder bewegte. Endlich dieser Seele einen Denkzettel zu verpassen damit sie merkt das ich der Chef über meinen Körper bin und nicht sie.Und ich habe das geschafft nach jetzt mehr als 400000km in 20 Jahren. Dazu brauchte es mehr als 13 Erdumrundungen.Nach Wassertonnen die ich dadurch mit meinem Schweiß gefüllt hatte bin ich endlich da wo ich sein möchte.              IN MEINEM PERSÖNLICHEN LETZTEN ZIEL! MEINER LETZTEN ZIELEINFAHRT! ICH UND MEIN KÖRPER SIND ZUHAUSE ANGEKOMMEN! Endlich in meinem persönlichen und ruhigen Fahrwasser. Keine Uhr soll jetzt mehr in meinem Genick ticken und mir ins Ohr flüstern, du muß! Oder war es die Seele die in mir Trauer trug? Ich bin einfach Müde geworden!!

Ich möchte einfach mit meiner Frau und meinen Lieben meine zukünftigen Jahre in Ruhe verbringen, jetzt nicht mehr müssen. Ich möchte einfach nur dürfen oder wollen wenn ich auf meine Bikes steige wenn das der Fall ist.Keine Erfolge mehr erjagen um mir zu beweisen das ich der beste bin oder jetzt war was dieser Planet im Handicapsport auf der Langstrecke zu bieten hatte. Das muß ich nicht mehr, nein jetzt nicht mehr.

Warum??

Ich habe einfach nicht mehr diese Leidenschaft, diese Liebe um noch so zu funktionieren das ich Stolz auf meinen Körper und mich sein kann. Ungeschlagen zu bleiben ist jetzt so schwer geworden. Wenn ich mich jetzt mit 60 Jahren gegen unter 30 jährige nicht mehr erwehren muß und jetzt mit dem doppelten Alter immer noch als Sieger hervor gehe brauche ich mir nichts mehr zu beweisen. Dass sollen jetzt andere tun meinetwegen.Ehrlich gesagt schiebe ich diese Entscheidung schon fast 5 Jahre vor mir her obwohl ich weiß Gott sehr viel Höhen statt Tiefen (Stürze) durchfahren oder durchleiden mußte. Ich möchte mich diesem ständigen Druck nicht mehr erwehren müssen.

Diese Entscheidung gibt mir jetzt den Platz den ich brauche für ein neues Abenteuer oder Liebe auf dem Rad. Meine LAT war dafür genau der richtige Zeitpunkt ADE zu sagen.  Ich habe auch schon Ideen wie und wo das 2020 weiter laufen könnte. Aber das wird sich in den nächsten Monaten noch zeigen. Hier könnt ihr mich weiter verfolgen und sehen was ich jetzt mit dem Bike machen werde.Und wenn das nicht so ist bin ich auch nicht traurig.                                                                                                                           Aus Liebe zum Radfahren und das vor allem jetzt nicht mehr zu müssen ist nur noch mein einziges gewolltes Ziel!!!!

Ich werde in weiteren Blogs die 20 Jahre Retour passieren lassen und euch meine Highlights schildern die ich positiv und negativ erleben durfte oder mußte.Dies im 5 Jahres Zeitraum vom Schlaganfall 1997 bis zum Mai 2019. Dazwischen werde ich aktuelle Themen veröffentlichen wenn es die Situation ergibt.

Dank das ihr euch für diesen langen emotionalen Blog die Zeit genommen habt ihn ganz zu lesen! Ich hoffe damit sind alle Fragen abgearbeitet!

DANKE AN EUCH ALLE!!

Mein nächster Blog Beitrag erscheint wie üblich im ca. 14 Tagesrythmus um den 17.2.2020 – Thema ist noch geheim, aber ihr dürft gespannt sein!!

Eurer ehemaliger Ultra.-und Extremradsportler mit Handicap,                                                und der ehemalige Radsportler aus Leidenschaft das Leiden schafft 🙂 !!

Michael

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