Vom Spurrillen Produzenten zum Asphaltbefeuchter – oder meine 20 jährige Ultra-Radsport History – Das Jahr 1998 und Jahr 1 nach meinem Exotus !!

Ihr werdet Archivfotos und Presseberichte erleben die mir noch heute ein lächeln ins Gesicht zaubern!!                                                                                                                        In diesem Beitrag wurde ich schon ein erstes Mal Weltmeister. Der Abnehm-Weltmeister der sein Körpergewicht in 12 Monaten von 125kg auf 75 kg reduzierte. 50kg futsch-ein erster richtiger Kampf gegen meine Seele, und meine mentale Stärke zu checken ohne viel gebikt zu sein!!

Ich werde euch ab diesem Blog meine 20 jährige History im Rad – u. Ultra-Radsport näher bringen. Dies ist in mehreren TEILEN geplant. Der erste TEIL also von meinem Schlaganfall am 6.7.1997 – 1998!Darin wird  auch von schönen und unschönen, charakterstarken und charakterlosen Situationen erzählt werden. Es werden auch absolute Tiefs nach dem Schlaganfall, und absolute Höhen beleuchtet wie sie jeder Schlaganfall Patient durchleben muß der dadurch ein Handicap erlitten, oder einen Teil seines bisherigen Lebens eingebüßt hat. Wie man von einem Tag zum nächsten ein neues sehr ungewohntes Leben katapultiert wird, und zu leben hat. Ein Schlaganfall stürzt fast jeden dieser Menschen in ein tiefes Loch aus dem man nur kommt wenn man eine neue Situation schafft die einem fühlen läßt das man ein neues Leben  bewältigen kann, und einem auch täglich immer wieder das Gefühl gibt das man etwas kann – das man sein Selbstwertgefühl erneut findet, fühlt und nicht nur etwas verliert. Sein altes Leben das man verloren hat, und das es nie mehr so geben wird!!!

Es war das Jahr 1997 am 6 Juli. Eigentlich sollte ich abends wieder auf die Autobahn um mit einem 420PS MAN Gliederzug nach Dingolfing zu fahren um im dortigen BMW Werk einen ganzen Lastzug mit Klimaanlagen für den BMW 5er zu liefern der dort produziert wurde. Ich war schon seit weit mehr als 20 Jahre im ganzen Bundesgebiet und auch schon mal in Österreich unterwegs um in den Autobahnen Spurrillen zu hinterlassen wie das andere Brummikollegen auch freiwillig taten. 40 Tonnen hinterlassen eben seine Eindrücke und das nicht nur körperlich wie bei mir. Das war mein geliebtes Arbeitsgerät das vor 40 Jahren mit seinen 420 PS zu den stärksten PS-Monstern im Schwerlastverkehr zählte welche auf den Straßen unterwegs waren. Heute sind es die 600 – 700PS Ungetüme die diesen Standart auf den Straßen wieder spiegeln.Ich denke oft gerne zurück wie ich damals ins bestens ausgestatte EURO 2 Fahrerhaus stieg in dem mich nur Velour empfing und dies mein zweites Zuhause neben meiner Familie war. Ich war mein eigener Chef und managte alles selbst was ich von A nach B transportieren mußte.Mein Chef meldete sich nur sporatisch und zu sehen ob ich auch noch lebe 🙂 .Es war schon ein erhabenes Gefühl wenn man den Schlüssel nach rechts drehte und das Ungetüm unter einem gehorchte jeder Fußbewegung ob das der linke oder rechte Fuß einleitete.Ich saß ganz weit oben und konnte über alle kleinen Porsches und Lambos blicken die auf der Straße mit mir unterwegs waren!!Da gab es auch noch keine Automatik und die 16 Gänge mußten selbst gesplittet werden, teilweise auch schon mal mit Zwischengas als auch auch mal einen Hanomag – Henschel im Transitverkehr nach Berlin fahren durfte.Dieser Brummi verfügte damals gerade mal über 320 Merceds PS und jeder halbwegs moderate Anstieg macht mich zur Verkehrbehinderung wenn ich nicht voraus schauend im Getriebe rührte.

Doch der morgendliche Aufstehrhytmus war alles andere als normal gewesen. Irgendwie befand ich mich in einer anderen Welt wenn ich so zurück denke denn reden konnte ich nur noch eingeschränkt wie ein Baby und war immer nur am lachen. Meine Familie wußte gleich das hier etwas nicht stimmen konnte und wir fuhren zu meiner damaligen Hausärztin die mich sofort ins ortansässige KKH einwies. Die Diagnose dort was furchterregend für mich: SCHLAGANFALL mit gerade mal 37 Jahren völlig aus dem nichts und während ich schlief!

Nach wenigen Tagen und kurz noch in einer anderen Klinik mit Stoke Abteilung wurde ich sofort in die Reha bei Berchtesgaden verlegt wo man mich richtig in die Mangel nahm. 125 kg Kampfgewicht und Zigaretten rauchen waren ab sofort in der Vergangenheit verbleiben, und wurden den Kampf angesagt. 1 Jahr kämpfte ich wieder so weit das ich einigermaßen normal reden konnte, aber einiges blieb was ich bis heute nicht mehr los bekam.Aber ich merkte in der Reha das ich bei sportlicher Aktivität irgendwie wieder etwas ins Gleichgewicht der Sinne und Psyche kam. 30min auf einem Heintrainer wie man das in diesen Einrichtungen so kennt waren bald nicht mehr genug für mich, und als ich wieder zu Hause war kaufte ich mir ein MTB und düste so 1-1.5h in der nahen Umgebung herum. Schon ein Jahr später wollte ich bei einem Marathon teilnehmen und ging glücklicherweise erst mal auf die 80km Distanz denn 120 km waren mir zu lang und 60 da schon zu kurz.Dank der behandelnden Ärzten die mich immer animiert haben Sport zu treiben. Sie haben mir ein zweites Leben geschenkt das wieder lebenswert wurde.

Bei einem Bergrennen über ca. 6km auf in meiner Nähe an der Kösseine ausgetragen wurde scxhnupperte ich damals erste Rennluft. Ca. 400hm war auf dieser Strecke zu überwinden und anfangs ging es ca. 500m über üble Wurzelpassagen die dann in einen Forstweg führte.Ich war richtig fertig als am Gipfel angekommen war und dachte: Nah das war wohl keine Meisterleistung.Wie auch bei meiner Vorbereitung die keine war wie ich jetzt verstellen kann. Aber wie man sehen konnte war es doch nicht ganz so übel.        Ein 5. Pl. in der Seniorenklasse.                                                                                                       Man lese SENIORENKLASSE! Ich fing praktisch mit dem Radsport mit 39 Jahren an wo Profis und andere Jedermänner zu dieser Zeit schon den Ruhestand anvisierten. Meine Frau freude sich im Ziel fast mehr als ich das ich das so gut hin bekommen hatte. Niemand wußte von meiner Vorgeschichte und das ich ein Handicap hatte. Ich startete einfach in der ganz normalen AK Kat.

Auch im Jahr 1998 war es in etwa, und nach einem totalen Bike Fehlkauf, und täglichen 1 stündigen Ausfahrten mit einem jetzt neuen Marin Team Marin MTB ohne Federgabel und Disc, aber mit XT Schalteinheit war ich mit viel Spaß, Freude und Lust unterwegs. Natürlich sollte im Hinterkopf langsam eine Idee reifen irgenwann mal ein Radrennen zu fahren. Natürlich keine solchen Monster wie 1000km und mehr die ich ab 2007 anging. Damals dachte ich noch nicht im Traum an so eine Aufgabe als Radsportler der ich noch nicht im entferntesten war. Es war auch gerade mal ein gutes Jahr nach meinem Stoke.SONY DSC       Das war meine ultimative Einstiegsdroge in meine Radsport-Karriere 1998!!

Wenig später wollte ein Fitness-Studio Betreiber das ich die Spinning Lehrer Lizenz machen sollte machte da ich in den Wintermonaten immer im Studio auf Ergobikes radelte. Da überlegte ich nicht lange und wurde erfolgreich POWER RACING TRAINER!! Und meine Kurse wurden sehr gut besucht weil ich eben viel Pep ins Spiel brachte.

Cateye Marathon in Rotenburg a.d.Fulda war meine nächste Herausforderung auf einer 86km-2600hm Strecke!Damit war das Jahr 1998 und der Einstieg in die Langstrecke schon geebnet, obwohl ich das zu diesem Zeipunkt noch nicht ganz begriffen hatte.

SONY DSCDafür hatte ich ein Jahr an mir gearbeitet. Nicht an der speziellen Fitness,nein an meinem Gewicht. Hier habe ich gerade noch 75kg. 1 Jahr bekam mein Körper Zeit um von 125kg Körpergewicht bei meinem Schlaganfall bis zu meinem ersten richtigen längeren Einsatz über 123km-3450hm zu kommen. 12 Monate um 50kg zu verlieren war für mich schon ein erster Sieg bevor es mit dem Radsport richtig los ging.                                                                                                                                                        Ihr werdet euch jetzt fragen, wo ist das Foto das mich mit 125kg zeigt. Ich hab es, aber ich möchte im Internet nicht so eine unästhetische Aufnahme zeigen denn ich habe Grenzen.

Was soll ich sagen, ich hatte mich fast etwas überschätzt und mein 5.Platz beim HC bewegte mich nach Rotenburg zu fahren.Ich meldete mich für die 123km Distanz an.Ich kam zwar nicht auf dem Zahnfleisch ins Ziel, aber es war Kariesverdächtig nahe dran:-).  Rang 4 in der Gesamtwertung war knapp am Treppchen vorbei und das gab mir die damalige Initialzündung für die längeren Strecken! Erstmals wurde ein Pressebericht in unserer Regionalzeitung über mich wie folgt veröffentlicht:

Orginal Pressebericht dazu:

Michael Büttner vierter beim Bike Marathon                                                                            Das Rad förmlich den Hügel hinunter geprügelt! 

Zum dritten Mal wurde im waldhessischen Rothenburg ein Marathon ausgetragen.Aus dem gesamten Bundesgebiet,sowie ein Starter aus Luxemburg trafen sich am Fuß des Ahlheimer Berges um die Strecke in Angriff zu nehmen.Man konnte hier zwischen drei Strecken wählen: 41km-1150hm / die man bis zu drei Mal umfahren konnte.Der Münchberger Michael Büttner der für den RC Pfeil Hof an den Start ging wählte die Langdistanz über 123km – 3450hm. Der Münchberger wußte das diese Strecke als überwiegende Ausdauerstrecke einzustufen war.Lange Anstiege und darauf folgende steile Downhills prägten den Parcour.Durch den tagelang anhaltenden Regen vor dem Rennen mußten einige Teilstücke gesperrt, und durch andere ersetzt werden.Schon vom Start weg machte der Münchberger ein gehöriges Tempo, um nicht schon in der ersten Rd.mit der im Verlauf des Rennens immer schlechter werdenden Strecke kämpfen zu müßen.Bereits jetzt war die Strecke an einigen Stellen so sehr aufgeweicht, das man im Knöchel tiefen Schlamm fahren mußte.Das dies immer schlimmer werden würde wußte der Münchberger und konnte sich auf einen schwierigen Rennverlauf gefaßt machen.Als er die 3.Rd. anging lag Büttner auf einem sensationellen 4.Rang und hatte zum vor ihm fahrenden Kontrahenten etwas 20min.Rückstand.                              Büttner versuchte nun diesen Rückstand in den letzten 41 KM aufzuholen und fuhr am Limit.Vor allem in den gefährlichen Wurzel.u.Downhillpassagen prügelte er sein High Tech Bike über die Piste und kannte nur eine Devise: Wenig oder möglichst gar nicht bremsen.Obwohl er wußte das bei einem Sturz auf dieser glatten Piste der 4.Pl.verloren gehen konnte,versuchte er alles um auf zuschließen.Trotz der jetzt schlechten Streckenverhältnisse, und obwohl er jetzt bereits 80km zurück gelegt hatte fuhr er die letzte Runde in fast der selben Zeit wie die Runde zuvor.Seinen Vordermann konnte er jedoch nicht mehr einholen.Doch war der 4.Rang in der Gesamtwertung für den Münchberger gleichzeitig die beste Platzierung bei einem Marathon.Auf einem Pl. auf dem Siegertreppchen scheiderte er knapp.Um so beeindruckender war die Tatsache das er in einer AK-Wertung die zweitschnellste Zeit gefahren wäre.

Das erste Jahr begann so wunderbar wie es geendet hatte, und im nächsten Blog geht es weiter was im Jahr 1999 auf mich wartete, und das war für mich ein Jahr des Lernens und der ersten Qualen als Mountainbiker.

Mein nächster Blog wird um den 16.3.2020 erscheinen und da gehts weiter im Jahr 1999, und es wurde härter und härter !

Ich freue mich auf euch wenn ihr meinen nächsten Beitrag lesen würdet.

Michael der ehemalige Ultra-Radsportler                                                                                       der Radsportler aus Leidenschaft das Leiden schafft

 

 

 

 

 

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