Die geplante Lofotenumrundung nimmt ein erstes Gesicht an: Heute meine für diese Adventure Tour umgebaute Straßenrakete Bianchi Oltre 1 in Speedversion!!


 

Das Bike Center Dressel in Kronach, das für meine Bikes immer ein offenes Händchen hat übergab mir nach meinen Wünschen mein eigenes Bianchi Oltre 1 für die Lofoten Adventure Reise!Hier möchte ich mich einmal für die 14 jährige Unterstützung bei Martin Renz und Stefan Denewill, der Geschäftsleitung vom Bike Center Dressel in Kronach bedanken.Sie sind es die mich tatkräftig auf meinem gesamten langen Weg im Extrem.-und Ultraradsport rund ums Bike unterstützen.Ob Material – Umbauten für spezielle Einsätze – und Wartung haben sie es verstanden das ich über tausende von Kilometern nie durch technische Problem einen meiner vielen Langstreckeneinsätze abbrechen mußte. Auch durch die Beratung welches Material für welchen Einsatz mich am besten nach vorne bringt wurde so immer wieder durch gespielt. Das zeugt von Kompetenz und Zuverlässigkeit die gerade in diesem Bereich des Radsports eine wichtige Postion darstellt. Es ist sehr wichtig wenn man über 4 stellige Streckenlängen von über 1000km nonstop unterwegs ist als eben mal nur 100km zu absolvieren hat. Seit meinem ersten WM-Titel 2003 in Saalbach/Hinterglemm im Bereich Handicap war der Weg frei auch Werkunterstützung über die gesamte Zeit von Cannondale – Giant oder aktuell Ghost Deutschland mit Werksbikes bis heute zu haben. Auch hier war das Team Dressel stets eine große Hilfe.Der Kopf muß einfach nur für die Races frei sein, und darf nicht in Gedanken verschwendet werden wenn es heißt was kostet was wenn etwas kaputt gehen sollte.Wenn das der Fall ist hast du eine mentale Bremse im Wettkampf eingebaut die du einfach nicht lösen könntest!

 

 

 

Stefan Denewill und ich bei der Übergabe des Oltre 1 nach dem Umbau für die Lofotenumrundung!

Natürlich möchte ich nicht vergessen meine für diesen ganz speziellen Einsatz gewonnen Mobilitätspartner Knaus und Fjord Line in Wort und Bild zu zeigen:

 

 

 

Das WOMO Weinsberg Cara Suite 650MF ( KNAUS ), und die Bergensfjord (FJORD LINE ) begleiten oder bringen mich und meine Frau angenehm und sehr komfortabel in den hohen Norden Skandinaviens und zurück !

Ich werde für diese Reise wohl drei Räder mitnehmen weil sich das Wetter auf den Lofoten nicht ganz genau vorhersehen läßt. Zumal der Altlantik im hohen Norden gelegendlich seine eigenen Geschichten schreibt. Auch ist meine Routenplanung so, das ich gegebenenfalls auch mal eine Naturstrasse befahren muß, und da für eine Etappe wohl mein MTB vorziehen werde. Naturstrasse zwar so breit wie eine normale Straße Norwegens, aber bedeutet in NOR meist Schotterpisten oder Flurstrassen.Vor allem ist das die Etappe von Andenes ( Andoya) an der Westküste und der nördlichste Punkt der Lofoten Richtung Nordmela und Sormela bis zurück zum ersten Startpunkt Lodingen. Ich erhoffe mir für gerade diese 1. Etappe sensationelle Fotos weil man direkt an der Küste in gewisser Höhe unterwegs sein könnte. Aber zur Routenplanung später in einem weiteren Blog der die einzelnen Tagesetappen zeigt mehr.

Vor allem mein Bianchi Oltre 1 möchte ich euch heute in Wort und Bild etwas näher bringen, denn für mich ist dieses Rad eine einmalige Sensation und meine Prinzessin. Für mich ist das wohl das schönste Bianchi und eine limitierte Auflage zur Tour de France 2017 gewesen. Eines davon ist mein!!

 

So sah das OLTRE 1 noch 2018 bei meiner Race Across Germany Weltrekordfahrt aus. Ich hatte es da nur für alle Fälle mit. Mein Werksrad unten von Ghost stand alle Strapatzen mühelos durch!

 

Jetzt nach der Umbaumaßnahme durch meinen Sponsor BIKE CENTER KRONACH ist daraus ein richtiger B 52 Bomber, oder ein Sturmgewehr z.B.für den Highway E10 auf den Lofoten geworden.

 

Carbon wohin das Auge reicht, vom Monocoque Vollcarbon Rahmen über die neue Profile Design Lenkereinheit, incl Bremshebel und Powershifter von Campagnolo die nach jedem Schaltvorgang in die Ausgangsposition zurück finden. Fast wie ein Automatikgetriebe. Natürlich sind auch die Cosmic Carbon Laufräder von Mavic ein muß!!

 

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Selbst der weiße Selle SMP Sattel wurde in Carbon verbaut.Damit auch meine Kommandozentrale Cockpit nicht chaotisches wirr warr zeigt wurde es durch neue Halterungen für alles was man im Ultra-Langstreckenbereich benötigt ins genaue Blickfeld gebracht. Ich bin eben ein Ordnung liebender Radsportler wenn es um mehr als eine Runde drehen geht. Ich freue mich schon riesig auf die Lofotenumrundung.

 

Jetzt fehlte eigentlich nur noch eine ausgiebige Testfahrt die auch für ein Fotoshooting genutzt wurde.

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Abschließend vielen Dank für alle meine Sponsoren die mich auch dieses Jahr unterstützen mit Material oder in mobiler Hinsicht natürlich.

Mein nächster Blog erscheint etwa um den 15.7.2019 wie gewohnt also im 14 Tage Rythmus. Es wird dann meine Streckenplanung für die Lofoten veröffentlicht und auch die Route wie ich in etwa auf die Lofoten reisen werde. Sollte sich irgend eine Neuigkeit ergeben werde ich mich früher wieder bei meinen treuen Bloggerfreunden melden.Ich freue mich riesig das dieser Blog viel Interesse findet.

Bis bald also euer

Michael                                                                                                                                               der Ultrasportler trotz Handicap mit viel Leidenschaft!

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Neueste Wetterprognose für das Trondheim-Oslo Race vom 21.6.-23.6.2019

 

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Liebe Teilnehmer des Styrkepoven 2019! Wie versprochen gebe ich euch nun meine letzten Wetterdaten aktuell vom 17.6.19 für die 540 Strecke damit ihr euch gut vorbereitet auf den langen Weg von Trondheim nach Olso machen könnt. Alle hier veröffentlichen Wetterdaten sind natürlich ohne jede Gewähr da das Wetter seine eigenen Regeln hat und einen Teufel tun wird sich an die Vorhersagen zu halten.

Ich habe euch die aktuellen Daten aufgelistet!

DIE DATEN NUN WIE FOLGT:

Trondheim 21.6. Start – 24 Uhr                                                                                                          Temp: Start – 2:00          +10°  —  bedeckt Regen bei 5%  —  Wind 2 km/h   S 

Hjerkinn höchste Stelle der Strecke um 1050m: 21.6. – 22.6.                                         Temp: 2:00 – 5:00           +4°   —  leichter Regen bei 20% —  Wind 6 – 8 Km/h  NO                      

Dombas: 22.6.                                                                                                                                 Temp: früh 5:00 – 11:00     +7-9° — leichter Regen bei 20% —  Wind 5 – 9 Km/h  O                  

Lillehammmer 22.6.                                                                                                                  Temp: Mittag  11:00 – 14:00   +17°  — leichter Regen bei 15-20% — Wind 12 – 13km/h   SW

Oslo 22.6.                                                                                                                                      Temp: Abend  20:00 – 23:00     +10°  — klar  Regen bei 10% —  Wind 5 km/h  S

Ich wünsche allen Startern einen wetterbedingt schönen und unvergesslichen Ritt sowie eine bis zu 32h dauernde erfolgreiche Fahrt. Bleibt gesund und hört auf eure Körper!!

Mein Tip: Denkt immer daran wieviel Strecke ihr in diesem Rennen schon hinter euch gebracht habt, und nie wieviel ihr noch vor euch haben werdet – das hilft euch mental über schwierige Phasen des Rennens!

Dem gesamten Team um das Styrkeproven ein erfolgreiches Race ohne negative Zwischenfälle und angenehmen Erinnerungen an 2019 in dieser Zeit rund um das  Race.

Es grüßt euch alle und würde mich sehr freuen wenn ihr immer mal wieder bei mir auf diesem Blog vorschauen würdet.                                                                                        Nächster Beitrag um den 1.7.2019 wie üblich im 14 Tage Rythmus!

Eure Michael

Handicap Ultraradsportler aus Leidenschaft

 

               2 facher inoffizieller Handicap – Weltrekord beim RAG 2018 in Zeit und                      Distanz 1110km in 54:29h !!

 

Streckenvorstellung für das Styrkeproven – Race Trondheim – Oslo vom 21.6.-23.6.2019 in Norwegen incl. Wetterprognose vom 11.6.2019

Leider kann ich nun doch nicht bei meinem liebsten Race dem Styrkeproven in Norwegen starten nachdem ich bei einem meiner letzten Vorbereitungsläufe über eine 400 km Distanz einen solchen gesundheitlichen Schaden davon getragen habe das ich ein persönliches und ärztliches Startverbot verordnet bekam und meinen Ärzten hier das vollste Vertrauen entgegen setze. Dazu könnt ihr auf diesem Blog in meinen letzten Beiträgen mehr lesen und ich möchte nicht noch einmal darauf speziell eingehen.
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Ich möchte euch hier jedoch die Strecke und ihre Eigenarten und Knackpunkte etwas aufzeigen damit ihr schon mal wißt was auf euch zukommen kann.Da ich Insider auf dieser Strecke bin, und hier selbst schon 3x erfolgreich am Start war kann ich das in meinem Gedanken noch sehr gut abrufen.
Zunächst einige kurze Fakten über das Styrkeproven:
Austragung 2019 zum 53. mal. – Streckenlänge 540km / 3627 Hm. – höchster Punkt Hjerkinn die Einfahrt zum Dorefjell Hochplateau auf über 1000m – Teilnehmerzahl 2019 – 3366 Starter!!
Zeitlimit maximal 32h – früheste Startzeit Freitag 18 Uhr – späteste Startzeit 1:10 bedeutet natürlich Samstag morgen.
Startpunkt vor dem sehr bekannten NidarosDom erbaut 1090 in Trondheim (Munkegata)
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Vom Startpunkt geht es in Blöcken auf die 540 km Strecke Richtung E6.Dies ist die Hauptverbindungsstrasse nach Oslo und wird erst bei Lillehammer verlassen.Dies war bei meinen Starts 2005 / 2008 / 2009 noch nicht so da die Autobahn noch gar nicht vorhanden, bzw. noch im Bau war und die E6 teilweise einer zweispurigen Bundesstrasse gleich kam.
Es geht erst mal 170 km stetig in kleinen Wellen bergan,allerdings nicht all zu steil und erst die letzten ca. 20km vor der Einfahrt zum Dovrefjell-Hochplateau wird die Steigung heftiger. Über eine lange Rechtskurve geht es hinein ins Hochplateau in dem du keinen Schutz vor Wind-Regen-Kälte um die 20km lang haben wirst. Das ist eine der Teilstücke die so manchem förmlich das Genick bricht wenn Er oder Sie alleine unterwegs ist. Du solltest dein Timing so wählen das du hier Begleitung anderer Teilnehmer hast sonst bist du voll im Wind der hier rücksichtslos zuschlägt.
Styrkepr¿ven 2018
Die Einfahrt ins Dovrefjell : Foto freundlicherweise vom Veranstalter frei gegeben!!
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Foto: Booking.com – Das Dovrefjell mit den frei lebenden Moschusochsen!
Der Nationalpark Dovrefjell ist auch Heimat der Moschusochsen.Es sind die einzigen in freier Wilnis lebenden Tiere in ganz Europa hier oben.Ich habe allerdings keinen sehen können obwohl ich schon drei mal hier gestartet bin. Vielleicht war das auch Glück für mich!Allerdings hatte ich einmal eine Begegnung mit einer Elchkuh die mich ganz verliebt angesehen hat.Ich denke die war verknallt in mich.
Sobald du diese gut 20km glücklich hinter dich gebracht hast geht es nach ca. 190-200km steil bergab nach Dombas.Hier ist auch ein Messpunkt der die Zeit der Teilnehmer nimmt, eine Art Zwischenzeit. Die nächsten ca. 50-60km nach Kvam am Mjosasee der vom Gudbrandsdalsvägen gespeist wird und der dich ab Dombas ständig rechts neben dich begleitet ist etwas unspektakulärer, aber doch beeindruckend. Jedoch, wenn du Glück hast siehst du nachts, oder besser gesagt ist ja zu dieser Zeit des Races Mitsommer und es ist ständig taghell einige Angler im Fluß stehen die angeln. Ein anderer Freund steht bereits am Ufer und heizt den Grill an.Ich jedenfalls habe  diese sensationellen Bilder noch immer im Kopf.
File:Mjosbrua.jpg

Foto: User Mahlum

Ab Kvam-Lillehammer ändert sich jetzt der Streckenverlauf und man muß rechts ab über die Brücke das Ufer auf die rechte Seite des Sees wechseln. Du hast jetzt die Hälfte der Strecke geschafft. Jetzt ist das allerdings für mich etwas Neuland da hier dann erneut die Nehmerqualitäten jedes noch im Race befindlichen Teilnehmers gefragt sein werden.Ein ständiges auf und ab wechselt sich jetzt ab und du hast noch einmal Schwerstarbeit zu leisten. Der Kvitfjelltunnel bei KM 307 wird wohl das letzte etwas sehr abwechslungsreiche Stück sein. Noch 5 Verpflegungsstellen die in etwa ca. 50-70km von einander entfernt liegen kannst du auf der zweiten Hälfte des Styrkeproven noch ansteuern. Dann hast du diese Mutprobe die für mich zur schönsten Europas gehört geschafft. Freu dich darauf denn du wirst diesen Ritt nie im Leben vergessen.

Noch ein kleiner Tip von mir: Wer nach Norwegen möchte sollte mit Fjord Line ab Hirtshals-Langesund reisen.

    1. Es ist die günstigste Fährverbindung nach Norwegen
    2. Es ist die sauberste Verbindung da die Schiffe von Fjord Line mit Flüssigerdgas betrieben werden.
    3. Im Bild die MS Bergensfjord

Die Wetterprognose vom 10.6.2019 für die Rennzeit wie folgt:

Start Trondheim 21.6. :

Temperatur : 5 – 9° leichter Regen bei 5% iger Wahrscheinlichkeit

Hjerkinn 21.6. Mitternacht:

Temperatur: 4 – 6° leicher Regen unverändert , gefüllte Temperatur bis – 4° warme Kleidung für die Querung des Plateau`s nicht vergessen

Dombas 22.6. früh:

Temperatur: 3 – 4° Regen unverändert , gefüllte Temperatur – 5°

Lillehammer 22.6. :

Temperatur: 8 – 13° Regen unverändert windig mit eventuellen Böen um 30km/h, gefühlte Temperatur um 3 – 11°

Ziel Oslo gegen späten Nachmittag :

Temperatur: sonnig bei 15-16°, gefühlt 4 – 16° als Belohnung für die starke Leistung eines jeden der das Ziel erreicht hat.Ihr werdet also fast auf der ganzen Strecke mit leichtem Regen zu rechnen haben der, je näher ihr dem Ziel kommen weniger oder vielleicht auch ganz aufhören könnte.

Eventuell werde ich die Wetterprognose noch einmal wenige Tage vor dem Rennen berichtigen, also schaut dazu einfach noch einmal am Anfang der Woche zum 17.6. – 18.6.2019 bei mir vorbei.

Mein  nächster Blog wird um den 24.6.2019 erscheinen: Thema wird noch nicht verraten aber es wird bestimmt wieder interessant werden.

Bleibt mir treu !

Euer Michael

 

Auch mein letztes offizielles Race für 2019 habe ich nun schweren Herzens absagen müssen: Das Styrkeproven in Norwegen Trondheim – Oslo über 540km nonstop!!Mein Körper sagte erneut NEIN!

Es blutet mir mein Herz diese Entscheidung treffen zu müssen, aber wenn der Geist gerne würde aber der Körper sich dagegen sperrt ist es besser zu sagen oder zu schreiben :

Ich starte nach der Absage des 24h Races am Alfsee auch nicht in Norwegen bei einem meiner liebsten Rennen das ich schon 3x erfolgreich 2005 / 2008 und 2009 mit einem jeweils neuen Handicap-Streckenrekord, den ich selbst vorher aufgestellt hatte zu Ende bringen konnte. Unter den eindrucksvoll nettesten Menschen Norwegens die es wohl in Skandinavien gibt war ich da immer gerne gesehen. Ein fast schon freundschaftliches Verhältnis möchte ich das nennen!! Ich hatte mich auch so sehr auf diesen erneuten Start gefreut.Am 27.5. traf ich diese Entscheidung alleine für mich. Ohne meinen Arzt, und ohne meine Lieben!In einer stillen Phase des Tages der in den letzten fast 4 Wochen immer mehr gereift ist obwohl ich das einfach nicht akzeptieren wollte und ständig zu mir sagte :

MICHAEL DU SCHAFFST DAS – DU HAST SCHON SO VIEL IN DEINEM LEBEN,VOR ALLEM NACH DEINEM ERSTEN RESET DEINES LEBENS – DEM SCHLAGANFALL 1997 GESCHAFFT, WIESO NICHT AUCH JETZT WIEDER ! !

 

 

 

Fotos kl. von o.nach u.: Paris-Brest-Paris 2007 u. Breveteinsätze 600km 2017                Große Fotos: Race Across Germany 2018!

Jetzt muß ich eingestehen, es geht einfach im Rennrythmus nicht mehr.Ich mache täglich kleine Fortschritte, aber es fühlt sich bei mir noch so an als wenn ich als Pilot eines Formel 1 Boliten von 320km ohne mein Zutun von einem System auf Boxengassen-Geschwindigkeit zusammen gebremst werde. Ich fühle mich einfach z.Z. wahnsinnig leer hinsichtlich meiner körperlichen Leistung.Da dies ja sowieso mein letztes Rennvorhaben 2019 gewesen wäre, und jetzt meine Adventure Tour auf den Lofoten folgt ist das zwar sehr bitter, aber für mich nicht so tragisch! Das Ende im Racemodus wollte ich jedoch selbst bestimmen, wie ich das in allen schon fast nicht mehr zählbaren Rennen die ich in 14 Jahren Speed -Zeit – oder der Rekorde und  Siege am Fleißband bestritten, und auch getan hatte. Kompromisse gab es da nie, weder für die Gegner noch für mich selbst.Ich war immer so eingestellt mit dem Bike den Himmel vor mir zu jagen und am Ende des Tages himmlisch entschädigt zu werden mit Siegen und Glück etwas getan zu haben das mich einfach immer wieder aufs neue glücklich machte. Auf der Strecke alles zu geben, (wenn nötig vielleicht auch mal 110%) was ich konnte, und das als Sieg im Ziel als Entschädigung zu erhalten.Das ich dabei kein einziges Mal, egal bei welchem Race auch immer, ob 12h – 24h – Marathon oder Langdistanzen geschlagen wurde machte mich, wie ich in der der Fachpresse u.a. auch schon mal genannt wurde – zum Gladiator im Coloseum der Langstrecke mit Handicap. Dies außerhalb aller Verbände die mit dem DBS ( Deutschen Behinderten Radsport ) etwas zu tun hatten. Obwohl ich hier mit zwei DM-Vizetiteln meinen entgültigen Startschuß und letztlich auch die Entscheidung traf die Langstrecke zu wählen. Weil mir das Runden drehen um einen Häuserblock einfach keine Erfüllung brachte und mir nicht das zeigte was ein Mensch nach einem Schlaganfall als Quereinsteiger mit damals 38 Jahren vermochte zu leisten. Ich brauchte einfach Platz um mich zu entfalten nenne ich das mal salopp!Bis heute bin ich der einzige der diesen Killerinstinkt auf den über 1000km Distanzen halte.Zwar bin ich schon wieder etwas mit dem Rad unterwegs und sogar schon mal 4h am Stück gefahren (80km), aber das im totalen Chillmodus bei max. 110-130 Hf/min. Wenn überhaupt!! Normalerweise habe ich in dieser Zeit eine Strecke von weit mehr als 100km hinter mich gebracht. Nur so zum aktuellen Vergleich und Stand meiner momentanen Leistungsfähigkeit.Das kommt einem langsamen Spaziergang in meinem Fall gleich. Ich muß mich einfach noch immer zügeln!!Aber ich muß auch sagen es geht wenigstens sehr langsam wieder bergauf.Das freut mich wiederum sehr!Es ist jetzt sehr still in mir geworden. Fast schon unheimlich still muß ich zugeben, wenn man seinen Körper immer aufs neue, Jahr für Jahr auf Power und Leistung getrimmt hatte,nie diese Spur verließ, und nie einen Spurwechsel nur im Gedanken hatte eine kurze Strecke zu wählen. Punktgenau seinen Körper und seine Leistungsfähigkeit dahin führte  wo er da zu sein hatte wenn ich ihn zu 110% brauchte.Und ständig muß ich daran denken wieso?? Hätte ich diese vorhersehbare, meinen Körper fast tötende Wettertortur nicht angetreten, wäre ich jetzt immer noch da wo ich einfach hingehörte als Kilometerfresser.Auf der Lang.-u. Ultrastrecke.Aber jetzt ist das so und ich habe es zu akzeptieren.Aber das ist nicht die Ruhe vor dem Sturm, sondern die aktuelle Ruhe selbst!Mein Mobilitätspartner Fjord Line, der mich direkt bei diesem Einsatz unterstützt hätte wurde über meine Entscheidung bereits informiert. Jetzt werden sich viele Fragen:

Was ist mit der geplanten Lofotenumrundung im August diesen Jahres?? Die wird es definitiv geben von mir da gibt es 100% kein negatives Denken. Ich werde sogar jetzt meine ganze Zeit und Kraft dafür verwenden vor dem Beginn bis zum Ende in mehreren Blog-Beiträgen davon zu berichten. Mit hoffentlich herrlichen Fotos bei traumhaftem Wetter, und allem was dazu gehört könnt ihr hier sehen.Hier möchte ich speziell einmal ganz herzlich meinen beiden Mobilitätspartnern FJORD LINE und KNAUS danken die dieses Vorhaben sehr unterstützen und ich ohne sie dies hätte nie in Angriff nehmen können.Meinen aller herzlichsten Dank noch einmal !! Meinen anderen Sponsoren natürlich ebenfalls vielen herzlichen Dank für dieses Jahr 2019 jetzt schon für das Vertrauen das ihr über viele Jahre immer wieder in mich gesteckt habt!Mit treu geblieben seit ohne das ich nur einmal das Gefühl hatte aussortiert zu werden. Ich denke das spricht für meine jahrelange gute Zusammenarbeit mit ständigen Updates über mich. Dieser Blog hilft dabei immens.

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Foto : Zeitreisen-Zeit.de

Aber jetzt zurück zu mir:                                                                                                                     Meine Planungen lagen eigentlich schon letztes Jahr darin meine Ziele für 2019  auf ein Leben nach dem Rad-Rennsport auszurichten indem ich mich natürlich nicht vom Rad trennen werde, oder wollte um es auf die Halde zu werfen. Nein, dafür hat mir das so viel gegeben das ich das nie tun werde oder würde. Ich wollte ab 2019 nur noch Reisen mit dem Rad dokumentieren oder angehen, und dazu gleich die nächste Frage beantworten.

Wird es diesen BLOG weiterhin geben?? NATÜRLICH !! Er wird so toll angenommen und immer wieder werde ich darin bestätigt und bekräftigt diesen weiter aufrecht zu erhalten, und das rund um die Welt. Darauf bin ich sehr Stolz. Über Asien – Australien – USA – bis nach Russland in den nahen Osten, in Afrika und ganz Europa und auf den Kap Verden kann ich meine Besucher sehen wie sie mich besuchen und mir auch schreiben:

Dein Blog ist super weiter so z.B., oder Du machst das einfach toll, und du bewegst etwas was es einfach geben muß um anderen Menschen mit Handicap den Mut hier ein Leben nach dem Leben zu zeigen.Du zeigst einen Sport der andere Handicapper zweifeln oder sogar verzweifeln läßt wie man trotzdem fähig ist eine solche Leistung abzurufen , aber der auch andere dadurch hilft nicht in ein tiefes Loch zu fallen die ebenfalls ein Handicap haben, aus welchem Grund auch immer. Du bewegst einfach etwas ohne dich ständig selbst in den Mittelpunkt zu stellen.Du bist der Mut der uns droht zu verlieren, aber gerade diesen so sehr brauchen.

Auf Bitten von 95% aller meiner Sponsoren wurde ich beim Besuch der Eurobike 2018 noch mal wehmütig, und sagte: Noch eine Saison mach ich und dann ist Schluß mit Racing on Bike. Dafür war denke ich dieser Weltrekordritt beim Race Across Germany http://www.raceacrossgermany.de  2018 der Ausschlag gebende Faktor. Jetzt, nach diesem Intensitstation Erlebnis geht das einfach nicht mehr.Wenn du dich in einem Gang siehst in dem zu diesem Zeitpunkt in deinem Unterbewußtsein vier Ausgänge zur Wahl standen, meine Frau aus der Ferne meinen Namen rufen hörte,und ich gerade noch mal den richtigen gewählt habe solltest man das nicht spaßig finden oder den großen Reißer posen, oder den unverwundbaren Maker der auch ich nicht bin, wie ich das gerade fühlen muß und kann. Ich habe es geliebt Tage und Nächte über die Strecken Europas zu prügeln. Unter mir den Asphalt von der Zukunft über die Gegenwart in die Vergangenheit fliegen zu sehen und zu lassen. Bei schon brutalen Wattwerten über unsagbar lange Stunden, Tage und Nächte nonstop meinen Körper dabei zu schinden wie kein anderer mit Handicap. Dabei waren mein Herz und meine Seele immer so happy dabei das es sich schon fast unheimlich angefühlt hatte. Man fühlt sich dabei unsterblich und unbezwingbar.Die Sterne begleiteten mich wärend der Mond auf ging, mir den Weg ausleuchteten, und ich begleitet diesen wenn der Tag anbrach um ihn schlafen zu legen. Und dann kam die Sonne die mir ins Gesicht lächelte und vielleicht gefühlt zu mir sagte: Du Hund hast es wieder einmal geschafft, du hast es getan woran andere ständig scheidern , oder es erst überhaupt nicht versuchen.Du hast mich aufgeweckt den Tag zu wärmen, und dafür bekommst du den ersten Sonnenstrahl von mir geschenkt.Wenn man das erfühlt hat gibt es einfach nichts mehr was das toppen kann. Keine Pokale – Medallien – Urkunden – Auszeichnungen oder Presseberichte die dich immer als das Maß der Dinge in diesem härtesten Sport, dem Extrem.-Ultraradsport und das als Handicap-Radsportler weltweit benannten. Ich habe das 14 Jahre überlebt, und durchgezogen,und immer wieder sehr eindrucksvoll zelepriert.

Wenn du an einem Punkt angelangt bis bei dem dir der Körper die Freude verwehrt weiter zu gehorchen sondern mehr Schmerzen liefert, und dir das fast jeden Tag zeigt, möchte ich ihm das einfach nicht mehr länger antun. Es waren teilweise furchtbare Vorbereitungen die ich vor einer Saison abgeliefert habe nur um 4 Monate des Jahres wieder ohne Niederlagen in die ersehnte Pause des Jahres zu kommen. Beim Race Across Germany letztes Jahr war das alles nur auf dieses eine Event zugeschnitten. Die Belohnung waren zwei inoffizielle Weltrekorde auf einer mehr als 1100km langen Distanz die noch kein Handicapper der Welt mit CP-Behinderung hinter sich gebracht hatte. Kommischerweise hatte ich hier im Ziel keine Probleme gerade zu laufen oder Ausfallerscheinungen wie manch anderer Teilnehmer.Man konnte fast meinen ich hätte gerade mal 100km hinter mich gebracht so frisch soll ich ausgesehen haben. Um ehrlich zu sein hatte ich schon die letzten 2 Jahre mächtig Probleme mich immer wieder zu motivieren und über den inneren Schweinehund zu kommen.Meine Schmerzen waren ständig stärker und stärker ohne das ich das akzeptiert oder wahr nehmen wollte, oder dies auch akzeptiert hatte.

Und jetzt dieses Desaster am 3.5. diesen Jahres nach einer läppischen 400km Brevet Distanz die eigentlich immer schon eine fast als gefühlte Kaffeefahrt ähnliche Maßnahme waren. Gerade diese Maßnahme brach mir förmlich das Genick und warf mich wie nach dem Schlaganfall vor 22 Jahren jetzt wieder in ein neues Leben in dem ich wieder eine neue Herausforderung für mich finden muß um meiner Seele zu zeigen das ich weiter einen Killerinstinkt besitze.

Nach nun mehr als 300 000 km gesamt und guten 21 000 000 Umdrehungen meiner Kurpeln an allen Bikes die ich dabei bewegt habe ist das jetzt der richtige Zeitpunkt.

ICH DANKE EUCH ALLEN !!

Mein nächster Blog wird wie immer im 14 Tage Rythmus um den 7.6. – 11.6. erscheinen. Thema weiß ich momentan noch nicht genau, aber es könnte sein das ich auf die Streckenvorstellung für das von mir  abgesagte Trondheim-Oslo Race, das Styrkeproven eingehe um euch näher zu bringen was einen, oder mich dabei wieder erwartet hätte.

Bleibt mir treu auf dieser Seite.

Michael

 

 

Letzter Lauf zur Super-Langstrecke der Superrandonneure über 620km und 5500hm.Der Brevet für Spezialisten mit absoluten Nehmerqualitäten.Ohne mich!!

Leider ohne mich da ich es unverantwortlich erachte nach erst 3 Wochen Intensivstation mein akutes Nierenversagen noch einmal durchleben zu müssen. Weit über 95000 Kurbelumdrehungen um letztlich genau 620km hinter mich zu bringen wäre hirnlos von mir und für mich. Nach 350 km wartet wie immer der Megaanstieg des Hausham bei Bad Feilnbach zusätzlich. In meiner aktuellen Verfassung wäre der jetzt sogar tödlich für mich wenn ich hier überreissen würde und ich vorher am 70-80% Level unterwegs gewesen wäre. Nach meinem Marschplan aus der Vergangenheit würde hier die Einfahrt in den Anstieg bei einer Zeit um 22-23 Uhr eintreten.Hier könnte auch wieder mein „FREUND REGEN“ auf mich treffen und davon hab ich erst mal die Schnauze voll um es wörtlich auszusprechen. Bei diesem Brevet sind ein ganzer Tag, eine ganze Nacht und wieder ein halber Tag nonstop und ohne Begleitung zu überstehen. Wie die Wetterprognose für diesen Brevet ist, der in max 40h absolviert werden muß könnt ihr hier entnehmen:

Temperaturen um minimum + 9° bei Nacht  –  maximium  +21° am Tag                     Windgeschwindigkeit und Richtung  1-12km/h aus Ost -West                                     Regenwahrscheinlichkeit nach meiner Marschrichtung von 25km/h ev. am Anstieg zum Hausham gegen 22-24 Uhr um die 35%. sonst je nach Marschtempo der einzelnen Fahrer.

Sechs Kontrollstellen sind anzufahren deren die erste in Hemau nach gut 100 km ist. Dann geht es zum Chiemssee. Auch der Tegernsee und der Starnberger See streifen den Kurs. Während man morgens im Bereich des Starnberger Sees immer etwas kalte Zeiten durchfährt, ist wohl der Nähe zum Wasser anzurechnen und bestimmt auch wieder der Nebel der Auslöser dafür. Dann geht es weiter Richtung Donauries wo in unserer Vorzeit ein riesiger Komet eingeschlagen sein soll. Hier gibt es eine gemeine und lange Welle nach der anderen und dabei sind schon an die 450-500km hinter den Teilnehmern. Vor allem gleich nach Donauwörth ist Eine ganz fest in meinem Kopf geblieben. Bis zum Ziel in dann noch ca. 100-150km Entfernung geht es etwas gemässigter zur Sache. Meine Zielankunft war stets am folgenden Tag des Startes gegen 14 – 15 h je nach Wetter und Pausen an den Kontrollstellen.P1000568

Jetzt melde ich mich wieder bei euch in ca. 14 Tagen um den 6.-7.6.19 und da geht es um die definitiv Lage meiner Gesundheit nach der Intensivstation von Anfang Mai 2019. Am 6.6. werde ich mein ultimatives Arztgespräch führen und hoffe natürlich das allerbeste für meinen weiteren sportlichen Weg – zumindest für das restliche Jahr 2019. Ich kann es nur immer wieder betonen:

Die Lofoten werden auf jeden Fall von mir mit dem Rad und meinen beiden Mobilitätspartnern Fjord Line und Knaus als Adventuretour befahren.

Bleibt mir und meinem Blog weltweit treu.Drückt mir die Daumen das ich wieder ganz der Alte werde. Bis bald!!

Michael

 

If your blood does not want to travel with you anymore. Oder wenn dein Blut nicht mehr mit dir unterwegs sein will !!!!

Fühlt es sich wirklich so an wenn der Teufel mit meinem Blut spielt? Er läßt einfach nicht locker und spielt Bing Bong mit meinen Blutwerten, und das seit Ende meiner 400km Tortur am 4.5.19!                                                                                                                  Hämatokrit-Wert sehr grenzwertig mit dem eigentlich nur Profisportler ab und an mal zu kämpfen haben. Eine totale Zwangspause in Form von Null sportlicher Aktivität. Wenn hier der Wert abschüssig wird ist das Blut so dick das es sehr gefährliche Ausmaße annehmen kann. 7 Werte insgesamt zu hoch und 3 Werte ausserhalb des Reverenzbereiches bei der Einlieferung in die Fast Track Station ( interdisziplinare Intensivstation Klinikum Nürnberg Süd )!!

Dieser Wert zeigt das ich ein sehr hohes Level, ausgehend von meinem Körper über einige Phasen meine Vorbereitung durchgezogen habe.Aus privaten Gründen mußte ich immer wieder mein Training entweder stornieren oder verändern so das mein über 12 Jahre sehr gutes System nicht mehr funktionierte, ich einfach die nötigen aktiven Erholungsphasen entweder zu lang oder überhaupt nicht streuen konnte.So fand mein Körper einfach nicht den richtigen Flow mit den Umfängen und meinem verlangenden umzugehen.

Ich muß immer noch die Füße und das Tretlager aller meiner Bikes still halten und das macht mich langsam verrückt. Gut zumindest ist etwas zu 100% sicher! Ich werde meine Adventure Tour im August auf den Lofoten angehen, und diese eben dann etappenweise und nicht nonstop umrunden wenn es sein müßte. So hätte ich allerdings die richtig Zeit wunderschöne Fotos von dieser berauschenden Natur zu schiessen. Races werde ich wohl 2019 keine mehr bestreiten können, denn eine so lange Zwangspause hält selbst mich nicht mehr konkurrenzfähig das ich am Ende Stolz darauf sein könnte.Eine einzige noch sehr gute Chance sehe ich allerdings für das Trondheim-Oslo Race in Norwegen am 22.6.-23.6.19.Vor allem gerade in dieser sehr wichtigen Phase der Saison heißt es jetzt für mich besonnen und überlegt zu sein.Alles was ich bis jetzt in diesem Sport erreicht habe würde ich sonst so zu Boden reissen und negativ aus diesem Zirkus Radsport der Freude,des Schmerzes und der Entbehrungen verlassen müssen. Ein sympolisch von mir erbautes sportliches Hochhaus das ich mir mit meinen Erfolgen aufgebaut habe würde in kurzer Zeit nur noch eine Scheune sein.Dies dann noch mit Absicht, oder fahrlässig zu tun, darauf habe ich nun wirklich zusätzlich kein Verlangen, und keine Lust. Ich würde mich am Ende nur zur LACHNUMMER machen.Auch möchte ich nicht irgendein Race abbrechen oder vorzeitg beenden müssen.Das habe ich noch nie machen müssen und werde ich auch nicht aus einem solchen Grund tun.Außer das war Sturz.- oder verletzungsbedingt! Dafür bin ich einfach zu Stolz auf das was ich erreicht habe!

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Ist das das Ende meiner beeindruckenden, ungeschlagenen Radsportkarriere nach 14 Jahren Extrem.-und Ultraradsport??Nach Rekorden-Bestzeiten und Titeln am Fließband?Als einziger Extremradsportler der Welt so kapital, und noch immer bei Marathons-CC-Races-Ultrarennen-12 + 24h Rennen ungeschlagen und unbesiegt unterzugehen?

NEIN !! Ich möchte erhobenen Kopfes diesen Sport der mich so glücklich gemacht hat, dem ich so viel gegeben habe, wie er mir auch, und der mich aus dem Tief des Schlaganfalls 1997 gebracht hat hinter mir lassen. Dies mit Stolz auf meine Leistungen die mich über Jahrzehnte zur Legende werden lassen, und die unvergesslich bleiben werden. Vielleicht kommt irgendwann in einer fernen Zeit ein neuer Gladiator der Langstrecke mit Handicap der meinen Part übernehmen könnte.Momentan wären solche Belastungen einfach viel zu hart für meinen Körper.Das fühle ich einfach.

Letzte Woche (16.5.) habe ich noch einmal für meinen Arzt Blut „gespendet“ um alle Blutwerte zu analysieren. Vor allem die auf welche die Muskulatur schließen lassen sind jetzt sehr wichtig  Das Ergebnis dieses großen Blutbildes bekomme ich allenfalls am 24.5. präsentiert.Ob ich jetzt neben dem 24h Race am Alfsee letzte Woche auch den letzten Lauf zur Wertung im Langstreckenbereich Super-Randonneur (25.5.) absagen muß wäre ein weiterer sehr harter Schritt für mich und würde mir aus sportlicher und persönlicher Sicht sehr weh tun. Aber ob ich diese Wertung weltweit als einziger mit Handicap 3x oder 4x geschafft habe ist eigentlich unerheblich. Es wird so oder so wohl sehr lange dauern diese Sache von einem anderen Handicapper jetzt mindesten 4x zu rocken um mich ablösen zu können sehr viele Jahre dauern, wenn es überhaupt ein anderer mit CP Behinderung, oder überhaupt mit einem nachweislichen Handicap schaffen würde. So lange bin ich die Legende in dieser Wertung.Diese Wertung gibt es seit 1921 und seither hat das nur einer erfolgreich so lange zelebriert und bestritten, und das war meine Wenigkeit. Alleine und ohne Begleitung, was Grundvoraussetzung bei Brevets aller Art weltweit ist!

Aber jetzt zurück zu meinem gesundheitlichen Knock out! Was ist eigentlich ein akutes Nierenversagen bzw. ein beginnender Muskelzerfall, oder wie entsteht so etwas wird sich der ein oder andere jetzt fragen:

Falsch es entsteht nicht durch zu wenig Flüssigkeitszufuhr wärend meines letzten Ultra-Einsatzes beim 400km Brevet zur o.g.Wertung. Außerdem habe ich an die 6L Flüssigkeit bei diesem Einsatz zu mir genommen.Da gibt es genügend Schlaumeier die das sofort zu 100% analysiert haben und davon keinen Schimmer haben. Zuerst nämlich kommt Nr.2 der beginnende Muskelzerfall der dann dem akute Nierenversagen den Marschbefehl erteilt.

Die Defenition lautet:

Eine im Fachjargon genannte Rhabdomyolyse versteht man in der Medizin als einen Gewebezerfall der quergestreiften Muskulatur, das heißt den Untergang von Muskelfasern. Z.B. durch Überbelastung, oder solchen abnormalen oder auch sportlichen Belastungen, z.B. durch meine 400km Fahrt bei Kälte und sämtlichen wetterbedingten Nebenerscheinungen die sonst nicht der Fall sind. Denn die 400km sind keine Marke die mich unter normalen Bedingungen und sogar schon bei Temparaturen von 30° + nicht so erniedrigen oder in die Knie zingen könnten oder in der Vergangenheit konnten.Auch nicht ein 600 km oder mehr als 1000km Race nonstop wie z.B. das Race Across Germany 2018, oder den Paris – Brest – Paris Klassiker über 1228km in 78h nonstop im August 2007 hatten das in der Vergangenheit geschafft.

Durch diese Rhadomyolyse wurde das akute Nierenversagen ausgelöst.

Die Defenition für ein akutes Nierenversagen lautet:

Als Niereninsuffizienz oder Nierenversagen bezeichnet man die Unterfunktion einer oder beider Nieren. Es kommt im Rahmen einer Niereninsuffizienz zur Erhöhung der Konzentration von Harnpflichtigen Substanzen (Kreatinin, Harnstoff, Harnsäure und andere) im Blut. Lebensgefahr, oder Nieren Dyaslise lebenslang sind die schwersten Folgen wenn man das übertreibt.Das wars !!!

Ich habe zwar schon wieder einige kleine Runden auf Sparflamme drehen können aber die Belastung eines 600km Brevets der sich an die 6000hm vor mir aufbauen würde, würde mich aus heutiger Sicht total überfordern.Ich hoffe zwar, aber ich bin auch Realist und wenn ich nur einen negativen Gedanken am Start hätte wäre das schon ein persönlicher Niedergang für diesen Finallauf zur Qualifikation für das Paris-Brest-Paris Massaker in Frankreich das ich eh nicht noch einmal anstreben wollte.

Ihr lest von mir nun wieder in 14 Tagen falls sich nichts neues ergibt.Also um den 9.6.19

Euer Extremist mit Handicap

Michael

 

 

Die letzten 140km dieses 400km Brevet bei schlechtesten Wetterverhältnissen, und meinem bitteren Ende nach dem Brevet!!Oder wo der Körper deine Grenzen verschiebt?? TEIL 2

ZIEL

WO DER KÖRPER KEINE GRENZEN KENNT:

Im ersten Teil konnte ich euch näher bringen wie man 260km zurücklegt bei schlechtem Wetter. Aber die letzten 140km waren die richtige Hölle, jedenfalls für mich als Handicapper ist das 100% schwieriger und fast schon abartig. Zwar mehr wetterbedingt durch Regen,Kälte und immer stärker werdendem eisigen Winden und nicht so sehr körperlich aber nur bis 2h nach dem Brevet. Dann wurde es für mich und alle die mich so sahen nicht mehr so das man das in Bildern zeigen sollte. Deshalb gibt es in diesem BLOG – Beitrag kein einziges Foto zu sehen das mich persönlich zeigt.

Gleich zu Beginn dieses Beitrags möchte ich mich bei meinen liebsten die gerade da bei mir waren als es mit mir rapide berab ging aus tiefstem Herz entschuldigen mich so zu sehen.

ES TUT MIR SEHR LEID!!

Wir verließen also Buttenheim bei km 260 und fuhren gehn CP 4 nach Heßdorf  km 292 im stärksten Regen der in diesem Brevet vom Himmel fiel in Massen. Eiskalt und schon unheimlich zugleich als wollte er uns von der Straße spülen um uns beide dadurch zu hintern ins Ziel zu kommen! Wir hatten dazu ca. 90 min. eingeplant.Das schmerzhafteste was ich hier noch mitbekam waren ein 22% Anstieg der mir wie der Mt. Everset  vorkam und die Ludwigshöhe bei nachzu 18h Einsatz bei dieser Witterung . Trotzdem funktionierte mein Körper noch sagenhaft gut, aber das Wetter machte mich jetzt psychisch so kaputt das mein Körper nur noch in mir rief :

ZIEL – ZIEL – ZIEL – BITTE !!! Ich fror so unwahrscheinlich das man das nicht mehr beschreiben kann.Nicht einmal bei meinen Norwegeneinsätzen mußste ich wegen solcher Wetterlagen so leiden!

Heßdorf war für mich eigentlich nur noch ein Punkt im Unterbewußsein. Ich denke ich und Ralf machten uns da nicht lange zum freundlichen Gast so wie wir aussahen und suchten wenig später gleich wieder das Weite Richtung letzten und 5CP Untersteinbach, und das noch immer im stärksten Regen der über die ganzen fast 20h vom Himmel tobte.

Hier sahen wir wirklich teilweise schon erschreckend schlecht aussehende Teilnehmer was nicht heißen soll das wir wie Modells aussahen, aber ich denke um Welten besser auf jeden Fall, äußerlich jedenfalls. Vielleicht ist das Wort Grimassen dazu der richtige Ausdruck.Was ich hier zu mir nahm weiß ich nicht mehr so genau. Ein Spezi und einen Kaffee, und einen süssen Kuchen denke ich.Etwas aber sicher! Es lagen jetzt nur noch 35km vor uns. Darunter jedoch der megalange, zum Teil 12% steige Anstieg über die Ludwigshöhe in Weißenburg.Danach ging es nur noch lächerliche 8km fast ständig bergab ins Ziel nach Treuchtlingen – OT Graben bei Ziellinie 403km. Nur 35km ??? Das nach über 365km bei diesem Wetter?? Wie dumm diese Aussage war sollte sich noch zeigen. Nur etwas an diesen letzten 35km war super denn es hörte kurz vor Weißenburg irgendwie endlich auf so stark zu regnen, wenig später sogar ganz. Vielleicht hatte hier der Wettergott eingesehen das er uns jetzt nicht mehr in die Knie zwingen konnte.Das konnte er auch nicht, jetzt nicht mehr!Hinter uns jedoch zeigten dicke dunkle Wolken was die anderen hinter uns noch zu durchleiten hatten. Mittlerweile ging mein Garmin-NAVI in die Knie und irgendwo mußte durch den Dauerregen Wasser ins Gerät gedrungen sein welches das Display nur noch sehr lustlos anzeigen ließ.Zum Glück hatte ich Ralf noch immer dabei, oder auch er mich. Er hängte sich vor mich und zeigte mir so den Weg, denn sein Gerät funktionierte noch. Als wir durch Weißenburg fuhren spielte in meinem Kopf schon das Kinomovie Ludwighöhe das kein Mensch braucht aus meinem Gedächtnis ab, und schon gar nicht nach mehr als 390km. War das eine Schinderei und wir stiegen beide, um den Beinen nur mal kurz zu zeigen das es auch noch eine andere Bewegung gibt als Kurbeln sondern auch noch laufen ca.100m vom Rad.Welch eine Wohltat für die Beinmuskulatur in dieser Situation. Wir hatten an der Ludwigshöhe zwar noch einen letzten CP in Form einer Kontrollzange um die Startkarte selbst abzuknipsen, aber der war schnell Geschichte. Wie von Flügeln getragen ging es die letzten 1500-2000m über die Höhe nach Haardt und dann ins Ziel das wir beide gut erreichten. Ralf und ich hatten beide wirklich großes geleistet muß ich einfach so sagen.Bei diesem Wetter vielleicht sogar 110% obwohl es uns in diesen geschilderten Situationen nicht so vorkam.Wir haben fastastisch zusammen gespielt und gezeigt wie „schön“ wir beide Radsport zelebrieren konnten auch wenn das Wetter ein richtig gemeines Schwein in diesen vergangenen fast 20h war.Wie Kameradschaft in dieser Wertung wichtig sein kann und soll, und das man sich aufeinander verlassen kann was in einem richtigen Race nie so passieren würde hatte das rigoros gezeigt.Besser kann eine Kameradschaft auch beim Gang zum höchsten Berg der Welt nicht sein.200m vor dem Ziel nahmen wir uns beide an die Hand und rissen die Arme hoch um uns gegenseitigen Respekt zu zollen und sahen uns an als wollten wir zueinander sagen Gott seit Dank hat diese Qual nun gleich ein Ende,Ich hatte zwar meine Zeit von 2018 nicht verbessert, und so meinen eigens aufgestellten Streckenrekord auch nicht , aber das war mir in diesem Moment so egal als wenn ein rostiges Fahrrad in China umfällt.

Ich fühlte mich richtig gut, nicht sonderlich erschöpft sondern nur richtig durchgefroren und unterkühlt.Was während dieser fast 20h Fahrt bei diesem Wetter kein Wunder sein dürfte.Ich rief meine Frau an um mich abzuholen und duschte lang und ausgiebig richtig heiß und ging kurz eine Kleinigkeit, eine heisse Suppe mit Würstchen und Backerbsen essen. Als meine Frau da war hatte ich meine Sachen schnell ins Auto geworfen das Rad aufs Auto gepackt, und ab ging es Richtung Nürnberg wo mein Sohn und meine Schwiegertochter mit den beiden Enkelkindern schon auf mich warteten. Alles war ganz normal und ich spielte sogar noch kurz mit meinen Enkeln Karten ehe wir uns alle an den Esstisch setzten.

Ich verspührte eigentlich keinen Drang etwas essen, und das obwohl ich bei diesem Einsatz fast 14000 kcal aus meinen Körper jagte!

Ich mochte aber nicht unhöflich wirken. 3-4 Gabeln fanden meinen Mund dann legte ich die Gabel an die Seite. Mir wurde plötzlich richtig schwindelig und schlecht. Ich hielt meinen Kopf mit beiden Händen und wurde urplötzlich am Esstisch von Muskelzuckungen begleitet bewußtlos. Dann weiß ich nichts mehr. Erst als ich meine Frau meinen Namen gedanklich aus der Ferne rufen hörte wachte ich wieder auf. Meine Muskulatur war total zusammengebrochen außer die meines Herzens zum Glück. Dann kam auch schon der Rennungsarzt und das Sanka und verbrachte mich auf dem letzten Kilometer mit Blaulicht und Martinshorn ins nahe gelegene Klinikum Nürnberg Süd in die interdisziplinare Intensivstation – akutes Nierenversagen und beginnender Muskelzerfall war die sofortige Diagnose der Rettung. 4 Tage war ich dort und wurde ständig von Geräten überwacht.

Komplettcheck Kopf,Herz,Blut,Halsschlagader,Nieren u.u.u.!! Vor allem meine Blutwerte wurden täglich analysiert da ein Wert dabei war der anfänglich überhaupt nicht sinken wollte was noch sehr kritisch war. Es war vor allem der der Muskulatur.In dieser Intensivstation wirst du 24 h total überwacht und ständig vom Pflegepersonal besucht. Ja pflege brauchte ich zu diesem Zeitpunkt mehr denn je. Irgendwie genoß ich das wohl auch denn ich dachte überhaupt nicht an Race-Rad und Rekordzeiten.Ich glaube in diesen 4 Tagen dachte ich so gut wie nie an meinen geliebten Radsport.Ich beobachte fast ausschließlich den Monitor der über mir hing und dort alle Daten für mein Leben anzeigte.Das war erst nicht so als würde ich ein Comic oder eine Comedyshow ansehen.Ich wollte einfach nur schadlos aus dieser Situation kommen in mich das furchtbare Wetter gebracht hatte. Jeden Besuch genoß ich so sehr und gab mir Kraft!!

Ich dachte was nützen jetzt alle Kosenamen die man mir schon in Fachmagazinen oder bei Veranstaltungen gegeben hatte. Von Ironheart der Langstrecke bis zum besten Radsportler mit Handciap der Welt. Kilometerfresser oder der unbesiegbare Gladiator.Von Ärzten, die meine Leidensgeschichte nach meinem Schlaganfall kannten wurde ich sogar schon als achtes Weltwunder des Radsports betitelt.Und das obwohl ich erst mit 38 Jahren nach meinem Schlaganfall anfing zu betreiben.

Eine absolute Krönung für einen Radsportler,schön und motivierend zugleich, aber jetzt in dieser Situation uninteressant. Jetzt bin ich 5 Tage zuHause und habe momentan Outdoor keinen Meter mit dem Rad hinter mich bringen können der mir wirklich das Gefühl gab wieder in die richtige Spur zu kommen. Ich werde am 16.5. wieder beim Arzt vorstellig zwecks Blutwerte.Wenn diese Analyse vorliegt entscheiden wie alles weiter geht. Die Lofoten bleiben meine oberste Prioriät jetzt.Das wird bestimmt auch Wirklichkeit werden denn das ist kein Race sondern eine Abenteuer-Radreise ohne der Wichtigkeit von Zeit und Schnelligkeit, denn mir ist es wichtiger hier zu zeigen wie wunderschön es ist mit meinen Mobilitätspartnern

 

dort hin zu gelangen, und mit ihnen unterwegs zu sein.Mit wunderschönen Fotos zu zeigen das eine Radreise in diesen Teil Skandinaviens so empfehlenswert und wunderbar still und stressfrei sein kann.17634627_1441299495943972_6424474903817372645_n

Foto : http://www.zeitreisen.zeit.de

Lofoten/Lappland

Mehr zu meinen Mobilitätspartnern hier:

https://www.fjordline.com/de

https://www.knaus.com/en-int/

Ich melde mich in einem neuen Blog spätestens am 27.5.2019 und falls es zwischenzeitlich aktuelle Neuigkeiten über mich gibt natürlich früher.

Bleibt mir gewogen und eine wunderschöne Zeit bis dahin euer

Michael